Der Hilfsprediger

Hilary Mantel

England in den 50er-Jahren. Ein Pfarrer, der nicht mehr an Gott glaubt, ein Bischof, der die Gemeinde des Pfarrers von alten Zöpfen und den meisten Heiligenfiguren befreien will, ein merkwürdiger Vikar und eine junge irische Nonne spielen die Hauptrollen in Hilary Mantels Roman „Der Hilfsprediger“. Eine Geschichte, die leider nicht fesselt.

19.09.2017, 09:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Faszinierend allein der Schreibstil, die Beschreibungen sind wortreich und ausführlich. Doch die Figuren bleiben eher blass. Dabei ist die Idee, wie ein engagierter junger Vikar ein vergessenes Städtchen durcheinanderbringt, wirklich charmant.

Auch wenn es ein bisschen an Pater Brown nur ohne Mordermittlungen erinnert. Leider aber langweilt das Buch, das man nicht unbedingt gelesen haben muss.

Hilary Mantel: Der Hilfsprediger, 208 S., Dumont, 23 Euro, ISBN 978-3-8321-9872-5.