"Der kleine Prinz" reist mit Musik durch das All

BOCHUM Es ist eine spannende Produktion, wie es sie in Bochum bisher nie gab: Schauspielhaus, Symphoniker und Planetarium arbeiten zusammen an der Aufführung von „Der kleine Prinz“.

von von Ronny von Wangenheim

, 13.01.2009, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Katharina Hennicke (v.l.), bei den Bochumer Symphonikern für die Jugendarbeit zuständig, Martina van Boxen, Leiterin des Jungen Schauspielhauses, und Susanne Hüttemeister, Leiterin des Planetariums, freuen sich, dass das gemeinsame Projekt bereits vor der Premiere so viel Interesse findet.

Katharina Hennicke (v.l.), bei den Bochumer Symphonikern für die Jugendarbeit zuständig, Martina van Boxen, Leiterin des Jungen Schauspielhauses, und Susanne Hüttemeister, Leiterin des Planetariums, freuen sich, dass das gemeinsame Projekt bereits vor der Premiere so viel Interesse findet.

Umso größer war am Montag das Staunen bei der ersten gemeinsamen Probe im Planetarium. „Ist das hell hier!“ hieß es allgemein und Martina van Boxen denkt jetzt darüber nach, ob ihre jungen Schauspieler vielleicht doch etwas mehr agieren sollen. Auch Susanne Hüttemeister, Leiterin des Planetariums, hätte es lieber noch etwas dunkler für ihre Projektionen.

„Ist das stockdunkel!“ waren dagegen die Musiker entsetzt. Ihre Pultleuchten, für sie normalerweise schon Minimalbeleuchtung, wurden jetzt noch mit roter Folie abgeklebt und erhellen dennoch den Raum. Mühe hatten sie auch mit der Akustik. Das Planetarium mit seiner Kuppel schafft so viele Reflektionen, dass der Klang ganz verschieden bei den Besuchern ankommt. Die Musik zum „Kleinen Prinzen“ kommt von dem Düsseldorfer Komponisten und Schlagzeuger Mathias Haus, der viel Erfahrung mit Schauspielmusik einerseits, mit pädagogischen Projekten andererseits hat. Das zahlt sich hier aus. Haus hat einen Teil der Musik im stillen Kämmerlein komponiert, anderes mit einem Musikkurs der Heinrich-Böll-Gesamtschule entwickelt. Acht Schüler des elften Jahrgangs spielen neben drei Mitgliedern der Bochumer Symphoniker die Musik zum „Kleinen Prinzen“ und geben jeder Figur, sei es der König, der Eitle, die Schlange oder der Fuchs, die richtige Melodie. Das Planetarium zuletzt sorgt dafür, dass Projektionen die gesamte Kuppel füllen, dass die Stationen der Reise des kleinen Prinzen mit Bildern illustriert werden und dass natürlich über allem der Sternenhimmel leuchtet.