Der leichteste Fehler

Lisa Moore

Die Figuren in Lisa Moores Romanen haben oft etwas Schräges. Es geht um krumme Lebenswege, das Scheitern, Hoffnungen, manchmal schwingt eine gewisse Tragik mit.

22.02.2015, 14:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach dem Debütroman "Im Rachen des Alligators" und "Und wieder Februar" nun also "Der leichteste Fehler" - ein Abenteuerroman, der in einer Zeit spielt, als die Verbrecher durchaus noch etwas Sympathisches hatten.

David Slaney bricht 1978 aus dem Gefängnis aus. Er will zurück nach Kolumbien.

Zwei Tonnen Marihuana will Slaney mit dem Segelboot nach Neufundland schmuggeln - übrigens die Heimat der Autorin Lisa Moore. Er will sich erneut auf die Reise machen und den leichten Fehler nicht noch einmal machen, der ihn beim ersten Trip hinter Gittern brachte, als er das Kraut auf die Insel vor der Küste Kanadas bringen wollte.

Immer auf der Flucht

In Lisa Moores neuem Roman wagt er einen zweiten Anlauf. Slaney trifft auf seiner Reise Kiffer, Stripperinnen und Kriminelle, immer auf der Flucht vor der Polizei und auf der Suche nach der Freiheit.

Eine durchaus spannende Geschichte, ein romantischer Roadtrip, bei dem es auch um die großen Fragen des Lebens geht: Liebe, Vertrauen, Freundschaft, Scheitern, Angst. Lisa Moore hat ihre Geschichte detailliert aufgeschrieben, in manchen Szenen zu detailliert. Dann wird das Buch zäh - bis zur nächsten verhängnisvollen Begegnung von David Slaney.

 

Lisa Moore: Der leichteste Fehler, 360 S., Hanser, 21,90 Euro, ISBN 978-3-446-24723-9.

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