Der Löschzug Persebeck hilft grenzübergreifend

PERSEBECK Eine lange Leitung müssen sich die Mitglieder des Löschzuges Persebeck nun wirklich nicht nachsagen lassen. Auch nicht, wenn sie alarmiert werden, um mit der Freiwilligen Feuerwehr Hombruch die Spezialeinheit Löschwasserversorgung Dortmund-Süd zu bilden.

von von Jens Lukas

, 08.07.2008, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwischen 15 und 30 Minuten benötigen die beiden Teams, um alle Schläuche komplett auszurollen. "Das ist davon abhängig, wie eben oder hügelig das Gelände ist", sagt Lüddecke. Hahn auf, los geht's: Bis zu 3000 Liter Wasser setzen die den Boden bedeckenden, grauen Lindwürmer für die Brandbekämpfung unter Druck.

Zwischen 15 und 30 Minuten benötigen die beiden Teams, um alle Schläuche komplett auszurollen. "Das ist davon abhängig, wie eben oder hügelig das Gelände ist", sagt Lüddecke. Hahn auf, los geht's: Bis zu 3000 Liter Wasser setzen die den Boden bedeckenden, grauen Lindwürmer für die Brandbekämpfung unter Druck.

Brand in Lütgendortmund

Im November 2007, bei der Löschung des Feuers auf dem Gelände der ehemaligen Ritter-Brauerei in Lütgendortmund, bekamen die Persebecker Besuch von ihrem "großen Bruder" - dem 54 Meter hohen Teleskopmast der Feuerwehr Dortmund. Dieser ist derzeit das Hubrettungsfahrzeug mit der größten Rettungshöhe einer öffentlichen Feuerwehr in Deutschland.

Besonders stolz ist André Lüddecke darauf, dass sein Zug mit 16 ausgebildeten Erst-Helfern eines der größten First-Responder-Kontingente unter den Freiwilligen Feuerwehren in Dortmund stellt.

Eine erweiterte Ausbildung

Die Feuerwehrleute leisten durch ihre erweiterte Ausbildung eine schnelle medizinische Hilfe vor Ort - auch innerhalb der eigenen Truppe - bis der Rettungswagen (RTW) eintrifft. Bei Einführung des Dienstes im Jahr 1999 hatten sich bereits acht Persebecker zum First Responder ausbilden lassen. Im Jahr 2007 rückten die Männer und Frauen 66 Mal zu Einsätzen aus. Vier Mal konnten sie dabei ihren Spezialdienst der Löschwasserversorgung einbringen. "Lieber einmal zu viel rausfahren, als einmal zu wenig", bringt es Sven Stämmler, zugleich Jugendfeuerwehrwart, auf den Punkt. Als die Dortmunder zu einem Notfall auf einem Spielplatz am Brunebecker Weg gerufen und dort nicht fündig wurden, überschritten sie pflichtbewusst die Stadtgrenze. Rund 300 Meter weiter, in der fast namensgleichen Wittener Brunebecker Straße, waren sie dann an der richtigen Stelle und unterstützen ihre Kollegen aus der Nachbarstadt.  

Dass die Persebecker wirklich keine lange Leitung haben, davon können sich ihre Mitbürger am 16. August während des Tages der offenen Tür an der Kruckeler Straße / Ecke Menglinghauser Straße überzeugen.

Schlagworte: