"Der mechanische Prinz" mit starker Premiere

Bochumer Schauspielhaus

Fünf Monate lang haben rund 60 Schüler ihre Version von Andreas Steinhöfels „Der mechanische Prinz“ vorbereitet. Mittwoch präsentierten sie das Stück erstmals auf der Bühne der Kammerspiele – und wurden dafür mit tosendem Applaus belohnt.

BOCHUM

09.06.2016, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Der mechanische Prinz“, ein Theaterprojekt von 60 Bochumer Schülern, feierte am Mittwoch eine gelungene Premiere in den Kammerspielen des Schauspielhauses. FOTO Diana Küster

„Der mechanische Prinz“, ein Theaterprojekt von 60 Bochumer Schülern, feierte am Mittwoch eine gelungene Premiere in den Kammerspielen des Schauspielhauses. FOTO Diana Küster

Das Theaterprojekt „Schulen in Bewegung“ brachte in diesem Jahr Schüler von sechs Bochumer Schulen zusammen. Und es sei wieder einmal eine anstrengende Reise gewesen, in die jeder Teilnehmer viel Freizeit, Herzblut und Kraft gesteckt habe, sagte die künstlerische Leiterin Martina van Boxen bei der Premiere.

Haltestelle Planetarium

Auf die Beine gestellt haben die Schüler ein Stück mit fantastischen Elementen, das eine Brücke zu unserer Realität schlägt – und nach Bochum. Protagonist Max (Leon Espig) begibt sich zum Beispiel an der U-Bahn-Station des Planetariums auf seine abenteuerliche Reise, in deren Mittelpunkt die Suche nach seiner eigenen Identität steht. Max hat es nicht leicht. Seine Eltern beachten ihn kaum. Freunde hat der zurückhaltende Junge nur wenige. Doch das ist Max egal. Eigentlich ist Max alles egal: Und deshalb hat er sein Herz verloren. Um es wieder zu finden, muss Max sich Prüfungen stellen, die ihm der mechanische Prinz (Elodie Forget) auferlegt.

Max trudelt von einer düsteren und beklemmenden Szenerie in die nächste. Doch egal ob am See der Tränen oder im bedrohlichen Sumpf: immer wieder muss er sich seinen Ängsten stellen. Doch natürlich ist am Ende nichts, wie es scheint.

Ecken und Kanten

Klar, das Stück hat auch seine Ecken und Kanten. Schließlich sind die Profis hier nur im Hintergrund am Werk. Doch die Schüler meistern ihre Bühnenpremiere souverän. Den Darstellern nimmt man ihre Rollen bedingungslos ab und Bühnenbild, Musik und Co. sind auf dem Punkt. Nur hier und da gibt es mal einen kleinen Verhaspler, doch darüber lässt sich leicht hinwegsehen. Denn der Zuschauer ist viel zu beschäftigt damit, sich seinen eigenen Ängsten zu stellen. 

Weitere Vorstellungen finden am 9.6. (10 Uhr), 10.6. (19 Uhr), 13.6. (19.30 Uhr), 14.6. (10 Uhr), 24.6. (11 Uhr) und am 28.6.(11 Uhr) in den Kammerspielen, Königsallee 15, statt.

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