Der nächste Schritt

BOCHUM Seit gestern sind die Ferien vorbei - und schon geht es Schlag auf Schlag. Zumindest für die Kinder, die im Sommer auf eine weiterführende Schule wechseln. Die Eltern müssen sich dabei an einen straffen Zeitplan halten.

von Von Thomas Aschwer

, 07.01.2008, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schulamtsleiter Ulrich Wicking stellte gestern die Rahmenplanung für die Anmeldungen zu den weiterführenden Schulen vor. Ausdrücklich wies er darauf hin, dass die Entscheidung über die Annahme bzw. Ablehnung Sache der Schulen ist.

Schulamtsleiter Ulrich Wicking stellte gestern die Rahmenplanung für die Anmeldungen zu den weiterführenden Schulen vor. Ausdrücklich wies er darauf hin, dass die Entscheidung über die Annahme bzw. Ablehnung Sache der Schulen ist.

Erster wichtiger Stichtag ist der Freitag nächster Woche. An diesem 18. Januar gibt es die Zeugnisse. Nur drei Tage später (Montag, 21.) beginnt für rd. 3000 Bochumer Kinder die Anmeldewoche an den Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie an den Gymnasien. Landesweit mit einem einheitlichen Anmeldeschein. Wenig Zeit also, die Entscheidung noch einmal in Ruhe abzuwägen.

Allerdings: Die freie Wahl haben Kinder und Eltern ohnehin in Nordrhein-Westfalen nicht mehr. Der Vorschlag der Grundschule ist verbindlich. Wer etwa für die Hauptschule eingestuft ist, kann beispielsweise nur noch zwischen Haupt- und Gesamtschule wählen. Eine gute Vorgabe, findet Schulamtsleiter Ulrich Wicking. "Die Empfehlung beurteilt die Kinder fair." Wer anderer Meinung ist, muss sein Kind in den Prognoseunterricht schicken, der allerdings erst nach den Osterferien stattfindet. Zu diesem Zeitpunkt wissen alle anderen Kinder längst, wo sie ihre Schullaufbahn fortsetzen. Dabei werden wohl wieder ca. 250 sein, denen der 1. Wunsch nicht erfüllt wurde.

Erfahrungsgemäß gibt es an den Gesamtschulen immer deutlich mehr Anmeldungen als freie Plätze. Weniger schwierig ist die Situation bei den Realschulen und den Gymnasien. Allerdings gibt es auch hier Besonderheiten. So ist die Zügigkeit der Schulen festgelegt. Für das Gymnasium am Ostring bedeutet das etwa nur zwei Eingangsklassen im Sommer. Dabei fangen alle Schüler mit der Fremdsprache Latein an.

Nachdem die Schließungspläne endgültig vom Tisch sind, können Kinder auch an der Hans-Böckler-Realschule angemeldet werden. Die Werner von Siemens- und die Albert-Schweitzer-Hauptschule stellen im Sommer auf den Ganztagsbetrieb um. Wer sein Kind zur Erich-Kästner-Gesamtschule anmeldet, darf sich auf einen Neubau freuen, der voraussichtlich Ende nächsten Jahres bezogen werden kann.