Deusenberg wird Fundort von Dortmunds erster Tatort-Leiche

Neue Kulisse

Ein weiteres Geheimnis um den Dortmund-Tatort ist gelüftet: Die erste Fernsehleiche aus der Westfalenmetropole wird auf dem Deusenberg gefunden. Die ehemalige Mülldeponie überzeugte als Mordkulisse - und stach eine andere Halde als Konkurrenten aus.

DEUSEN

von Von Matthias vom Büchel

, 07.02.2012, 10:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

Darüber hinaus hält Petra Hartmann den Deusenberg für eine gelungene Kulisse. „Von wenigen anderen Stellen hat man so einen perfekten Blick auf die Stadt“, schwärmt sie. Ursprünglich hatte der WDR, angekündigt, auf der Halde Gotthelf in Hombruch drehen zu wollen. Auch Bezirksbürgermeister Harald Hudy findet die Idee, den Deusenberg im wahrsten Sinne des Wortes zu einer Mordskulisse zu machen, klasse. „Huckarde scheint bei den Fernsehmachern beliebt zu sein“, nimmt er an. „Denn wir haben ja schon öfter Huckarde im TV gehabt. Für die Fernsehsendung Balko wurde an verschiedenen Stellen gedreht. Auf der Emscherallee an der alten Schmiede oder auch in einem leer stehenden Haus in Kirchlinde.“

Der Bayerische Rundfunk so Hudy, habe sogar mal eine Huckarder Kneipe als Kulisse für einen Film über einen Kegelklub genutzt. Und jetzt die Ex-Halde Deusenberg mit einer waschechten Fernsehleiche. Dabei schlummert dort in Wahrheit nur jahrealter Abfall. Einen Todesfall gab es dort noch nie.  Auch kein anderes Verbrechen? Das ist die richtige Frage für einen echten Polizisten. „Ich kann mich nicht erinnern“, sagt Polizeisprecher Peter Schulz. Für die Ruhr Nachrichten hat er dann noch einmal im zuständigen Kommissariat nachgehört. Ergebnis: Der Deusenberg ist jungfräulich. Ein echtes Verbrechen gab es dort noch nie.