Deutsche Annington modernisiert 160 Wohnungen

Darauf sollten Mieter achten

3,3 Millionen Euro will die Deutsche Annington bis November in Bochum investieren, um 160 Wohnungen zu modernisieren. Es geht vor allem um eine Senkung des Energieverbrauchs. Die Mieten sollen laut Auskunft des Wohnungsunternehmens aber bezahlbar bleiben. Wir erklären, worauf betroffene Mieter achten sollten.

von Miriam Instenberg

BOCHUM

, 05.02.2015, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Deutsche Annington will 160 Wohnungen in Bochum modernisieren.

Die Deutsche Annington will 160 Wohnungen in Bochum modernisieren.

Was hat die Deutsche Annington in Bochum vor?

Das Wohnungsunternehmen will 160 Wohnungen in Bochum energetisch modernisieren, um den Energieverbrauch zu senken.  Dazu sollen die Fassaden und Geschossdecken eine neue Wärmedämmung bekommen, außerdem sollen energieeinsparende Fenster eingebaut werden. Auch Balkone, Heizungen und Treppenhäuser will das Wohnungsunternehmen modernisieren. 

Um welche Wohnungen geht es genau?

Die Arbeiten sollen zwischen Februar und November an den Wohnungen Am Steinknapp 65+67, Prinz-Regent-Straße 86-98, Waldring 8-12, Schwalbengrund 9, Am Heerbusch 19-23, Christstraße 34, Knuewerweg 44+46, Schellstraße 14, Gabelsberger Straße 15, 19-23 und Brenscheder Straße 28 stattfinden.

Warum sind die Modernisierungsarbeiten nötig?

Bei den meisten betroffenen Wohnungen ist die letzte Sanierung laut Annington-Sprecher Philipp Schmitz-Waters 20 Jahre oder mehr her. "Die Häuser an der Prinz-Regent-Straße wurden zuletzt Mitte der 80er Jahre modernisiert, bei den Häusern am Heerbusch handelt es sich um klassische Altbauten aus den 1920er Jahren. Betroffen sind aber auch Häuser, die erst in den 70ern gebaut wurden."

Die Annington investiert 3,3 Millionen Euro. Müssen die Mieter befürchten, an den Kosten beteiligt zu werden? „Grundsätzlich werden Mieter nach Modernisierungsmaßnahmen immer stärker belastet“, sagt Aichard Hoffmann, Sprecher des Mietervereins Bochum. Laut Gesetz dürfen Vermieter maximal elf Prozent der Kosten für die Modernisierung auf die Mieter umlegen. Die Annington verspricht aber, das erlaubte Maximum nicht überall auszureizen. „Die Maßnahmen und die Materialkosten sind unterschiedlich“, erklärt Philipp Schmitz-Waters, Sprecher der Deutschen Annington. „Wir werden außerdem die persönliche Situation der Mieter berücksichtigen. Was nützt uns eine höhere Miete, wenn die Wohnung anschließend leer steht?“

Worauf sollten betroffene Mieter achten? Wenn Wohnungen modernisiert werden, fließen laut Aichard Hoffmann auch immer Instandhaltungsarbeiten in die Maßnahmen ein. Diese müssen Vermieter selbst bezahlen – Kosten für Modernisierungsarbeiten können sie aber teilweise auf die Mieter abwälzen. „Viele Vermieter ziehen einen pauschalen Prozentwert für Instandhaltungsarbeiten von den Modernisierungskosten ab“, erklärt Hoffmann. Das kann, muss aber nicht vorteilhaft für den Mieter sein. Daher empfiehlt Hoffmann, Pauschalwerte zu überprüfen und sich im Zweifelsfall beraten zu lassen.  

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