Deutschkurse in Hombruch durch Spende gesichert

AWO-Kindergarten

HOMBRUCH Isufi Shpresa paukt deutsche Vokabeln, die richtige Satzstellung, Aussprache und Grammatik. Und kann das auch weiterhin, dank einer Spende.

von Von Sybille Warnking

, 23.03.2010, 13:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch dem Engagement von Hans Werner Koch ist es zu verdanken, dass die Betreuung der Knirpse gesichert ist.

Auch dem Engagement von Hans Werner Koch ist es zu verdanken, dass die Betreuung der Knirpse gesichert ist.

Dass während der 90-minütigen Unterrichtseinheit für die Kinder Sorge getragen wird, ist unter anderen Klaus Werner Koch zu verdanken. Denn der wollte Geld für die gute Sache spenden. Ganz im Sinne seiner Frau, die im Juli 2009 verstorben ist. „Nichts ist schwerer, als so eine Spende los zu werden“, meint der 73-Jährige im Rückblick. Bis er vor einigen Monaten – er saß gerade bei seinem türkischen Friseur – auf einen Zeitungsartikel stieß, indem auf die fehlenden Mittel für die Finanzierung des Deutsch-Kurses mit Kinderbetreuung berichtet wurde. „Keines der Kinder auf dem Bild lächelte“, erinnert sich Klaus Werner Koch. Er handelte. Und spendete 2000 Euro, damit die Betreuung der Knirpse gewährleistet und verbessert werden kann. „Den Frauen hilft der Sprachkurs aus der Isolation“, erklärt Karin Reitlinger, Dozentin des Kursus, „Sie lernen nicht nur die Sprache, sondern knüpfen auch Kontakte.“ Ohne die Betreuung allerdings, so Ute Dirks vom Familienbüro, würde es den Kursus nicht geben. „Die Frauen haben keine Möglichkeit, ihre Kinder anderswo unterbringen.“ Doch allein mit der Spende von Klaus Werner Koch geht es natürlich nicht. Das Familienbüro organisiert die Kurse und beteiligt sich an den Betreuungskosten, die AWO stellt ihre Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung, die VHS übernimmt die anteiligen Kosten für die Dozenten.

„Für solch ein Projekt braucht es immer Menschen, die sich der Sache annehmen und sie vorantreiben“, sagt Klaus Werner Koch. So kann das Integrationsprojekt erfolgreich aufrecht erhalten und weiter geführt werden –  mit geballter Kraft, der schwierigen Haushaltslage zum Trotz.

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