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DGB kritisiert neues Modell

Sozialticket

Die Forderungen des DGB Ruhr-Mark nach einem Sozialticket in Bochum und im gesamten Verkehrsverbund sind fast so alt wie DGB-Chef Michael Hermund selbst. Über die Zeit ist das Thema in Vergessenheit geraten. Jetzt blüht es wieder auf. Ein Sozialticket scheint zum Greifen nahe – nur verdient es diesen Namen nicht.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 07.04.2011 / Lesedauer: 2 min
DGB kritisiert neues Modell

Mit zahlreichen Aktionen hat sich Michael Hermund für ein Sozialticket stark gemacht. Doch sein Kampf scheint noch lange nicht beendet zu sein.

Wie dies aussieht, geht aus einem Schreiben des Verkehrsministeriums vor. Demnach überlegt der VRR finanzschwachen Personen wie Hartz-IV-Empfängern gegen Vorlage einer entsprechenden Kundenkarte, verbilligte Einzel- und 4-er-Tickets anzubieten. „Das ist kein Sozialticket“, wettert Michael Hermund. „Das ist ein Skandal, was da passiert.“ Ein Ähnliches Modell werde bereits in Hannover praktiziert.

Der Skandal besteht in einer kostenpflichtigen Kundenkarte, die zum Kauf der verbilligten Tickets (Ermäßigung von rund 50 Prozent) berechtigt. Nach Angaben von Hermund kostet allein diese Legitimationskarte in Hannover monatlich 15 Euro. „Und dafür hat man noch keine einzige Fahrt gemacht“, sagt der DGB-Chef. Zum Vergleich: Im Hartz-IV-Satz sind derzeit etwa 18 Euro für die Mobilität vorgesehen. Vom VRR würden die Pläne nicht offiziell bestätigt, sagt Hermund. Man verweigere sich der Debatte. Er fordert daher, „ dass sie endlich sagen, was sie wollen“. Der DGB lädt am 9. Mai um 17 Uhr zu einer Informationsveranstaltung zum Sozialticket ins Gewerkschaftshaus an der Alleestraße.