Die Ärzte spielen das „Tagesthemen“-Intro – und haben ein wichtiges Anliegen

Coronavirus

Die Band Die Ärzte hat am Freitagabend die „Tagesthemen“ eröffnet und die Melodie der ARD-Nachrichtensendung gespielt. Später sprachen sie mit dem Moderator über ein ihnen wichtiges Thema.

24.10.2020, 12:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Rockgruppe Die Ärzte hat neben Moderator Ingo Zamperoni (l) mit einem Mini-Auftritt die ARD-Nachrichtensendung "Tagesthemen" eröffnet. Bei dem ungewöhnlichen Auftritt hat die Berliner Band an die Politik appelliert, in der Corona-Krise die Kulturbranche nicht zu vergessen.

Die Rockgruppe Die Ärzte hat neben Moderator Ingo Zamperoni (l) mit einem Mini-Auftritt die ARD-Nachrichtensendung "Tagesthemen" eröffnet. Bei dem ungewöhnlichen Auftritt hat die Berliner Band an die Politik appelliert, in der Corona-Krise die Kulturbranche nicht zu vergessen. © Screenshot/Tagesthemen/NDR/dpa

Ziemlich überrascht haben dürfte viele Zuschauer am Freitagabend der Beginn der „Tagesthemen“: Die Band Die Ärzte spielte die berühmte Intro-Melodie live im Studio. Anschließend begrüßten die Musiker das Publikum mit den Worten: „Hier ist das Ärzte Deutsche Fernsehen.“

Die ungewöhnliche Aktion hat einen ersten Hintergrund: Im Verlauf der Sendung sprach die Band mit „Tagesthemen“-Moderator Ingo Zamperoni über die Probleme der Musik- und Veranstaltungsbranche wegen der Corona-Krise. „Der ganze Unterbau, von den Club-Betreibern über die Roadies, Bands, die noch nicht so weit sind, dass sie viele Platten verkaufen, die müssen alle von etwas leben und die werden gerade ignoriert“, sagte Ärzte-Gitarrist Farin Urlaub. Schlagzeuger Bela B sagte: „Wir hoffen, dass wir die Politiker dazu bekommen, diese riesige Branche, die 1,4 Millionen Menschen beinhaltet, zu unterstützen.“ Viele Menschen, die in der Branche beschäftig sind, hätten Existenzängste.

Die Ärzte: Sorge um die Kulturszene in der Corona-Krise

Die Berliner Punkband hatte in den vergangenen Tagen bereits mehrfach ihre Sorge um die Kulturszene in der Corona-Krise zum Ausdruck gebracht. „Wenn das noch zwei Jahre geht, wird es keine Clubs mehr geben“, hatte Urlaub (56) gesagt. „Dann wüsste ich nicht, wo der Nachwuchs herkommen soll. Auf welcher Bühne soll der dann groß werden?“ Die Ärzte hatten am Freitag ihr neues Album „Hell“ veröffentlicht.

RND/seb

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