Die charmante Geschichte des Träumers Walter Mitty

Neu im Kino

Ein Fotoredakteur, der sich mitten im Tagesgeschehen ausklinkt, um Abenteuer in seinem Kopf zu erleben: Von diesem Menschen erzählt der Film "Das erstaunliche Leben des Walter Mitty". Die Geschichte ist charmant - und an manchen Stellen zum Schmunzeln.

03.01.2014, 16:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die charmante Geschichte des Träumers Walter Mitty

Walter Mitty, gespielt von Ben Stiller, ist Fotoredakteur - und begibt sich auf Abenteuer-Reisen in seinem Kopf.

Aus Walters Reisen im Kopf werden richtige Abenteuer. Er fliegt nach Grönland, schippert nach Island, fährt zum Himalaja. Alles wegen eines Fotos, das auf dem Cover von „Life“ erscheinen soll. Ein Weltenbummler und Star-Fotograf (Sean Penn) hat das Negativ an Walter geschickt, aber der kann es nicht finden. Also heftet er sich an die Fährte des Fotografen und bricht auf zu einer Fahrt ins Blaue. Lass den Alltag hinter dir, mach was Verrücktes! Walter wird ein neuer Mensch durch seine Reisen, und in der Liebe zu seiner Kollegin (Kristen Wiig) geht es auch voran. Das klingt ziemlich platt, entfaltet aber entwaffnenden Charme, der wächst, je länger der Film läuft. Walters Gedanken-Flashs sorgen für ein Schmunzeln, die Reisebilder nordischer Landschaft sind toll fotografiert. Als Regisseur findet Stiller schmucke Metaphern für Freiheit und Abenteuer, so Walters Talfahrt auf dem Skateboard vor Islands majestätischer Kulisse.

Die Musik atmet Sehnsucht und Fernweh, schwebend hymnische Rocksongs von Arcade Fire oder Neo-Folkiges von Of Monsters And Men. Während das „Life“-Magazin von Abwicklern und Sanierern übernommen wird, entdeckt Walter die Leichtigkeit des Seins. Das überträgt sich. Der Film macht Laune, weckt richtig Appetit auf das pralle Leben und die weite Welt da draußen. Ein Kino-Märchen, bei dem man sich gern weg träumt, adressiert an Herz und Bauch.

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