Die Glücklichen

Kristine Bilkau

Ein Paar in einer Großstadt: er Redakteur, sie Cellistin. Perfekt macht ihr Glück Baby Matti. Sie wohnen im richtigen Viertel, kaufen die richtigen Sachen, verkehren mit den richtigen Leuten... Doch dann droht Unheil.

26.04.2015, 12:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Gluecklichen von Kristine Bilkau

Die Gluecklichen von Kristine Bilkau

Als Isabell nach der Babypause wieder ihren Musical-Job nachgeht, zittern ihre Hände. Auch bei Georgs Zeitung sind die Zeiten schlecht. "Wir schaffen es nicht." Das befürchten beide, aber sie sprechen darüber nicht miteinander, kapseln sich ein. Daran droht ihre Beziehung, zu zerbrechen.

Sozialer Abstieg

Nüchtern-lakonisch zelebriert Kristine Bilkau den sozialen Abstieg dieses Bilderbuch-Paars aus der Mittelschicht und ihre Angst davor. Manchmal gerät ihr das in ihrem Debütroman mit dem ironisch wirkenden Titel "Die Glücklichen" etwas zu ausführlich.

Aber sie ist eine genaue Beobachterin, kennt sich im Medien- und Musiker-Milieu aus. Auch lässt die wie ihr Georg ebenfalls als Journalistin arbeitende Bilkau kein Klischee aus - und liefert die Kritik gleich mit.

Wechselnde Erzählperspektiven

Aus wechselnder Perspektive ihrer zwei Protagonisten erzählt sie das Drama von der Zerbrechlichkeit des Glücks. Dennoch endet der Roman nicht hoffnungslos.

Zwar sind beide ohne Job, doch sie kommunizieren wieder miteinander, wollen zumindest wieder versuchen, ihr Familienglück durch schwere Zeiten zu retten, wollen wieder die Glücklichen werden.

Kristine Bilkau: Die Glücklichen, 301 S., Luchterhand, 19,99 Euro, ISBN 978-3-630-87453-1.

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