Die H-Bahn soll künftig auch samstags fahren

Überlegungen bei DSW21

Wenn es um die Frage geht, ob die H-Bahn an der Uni auch samstags fahren soll, hielten die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) stets den Fuß auf der Bremse. Das könnte sich bald ändern: Im Haus DSW21 feilt man an möglichen Varianten für einen Samstags-Betrieb.

BAROP

, 31.03.2016, 03:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die H-Bahn soll leiser werden.

Die H-Bahn soll leiser werden.

„Wir überlegen, wie man so etwas hinbekommen könnte“, bestätigt DSW21-Verkehrsvorstand Hubert Jung. Seit rund zwei Jahren gibt es Vorstöße der Studenten und der Hombrucher Bezirksvertretung, die Kabinen auch samstags in Bewegung zu setzen. „DSW21 hat das mit Hinweis auf höhere Kosten stets abgelehnt“, sagt Bezirksbürgermeister Hans Semmler. 

Nun macht auch Norbert Schilff, Fraktionsvorsitzender der Rathaus-SPD und Aufsichtsratsmitglied bei DSW21, Druck: Auf sein Drängen hin soll es in der Aufsichtsratssitzung am Dienstag einen Sachstandsbericht geben. „Das wäre eine gute Sache“, freut sich Semmler, der sich vorstellen kann, die Kabinenbahn samstags zwischen Eichlinghofen und Campus Nord pendeln zu lassen. Wie der Bericht ausfällt, dazu lässt sich DSW21-Vorstand Jung noch nichts entlocken.

Blockseminare und Bibliothek machen Samstags-Nutzung nötig

„Wir werden einen soliden Vorschlag erarbeiten und damit in die Hombrucher Bezirksvertretung gehen.“ Bislang verkehrt die 1984 eröffnete und mehrfach erweiterte H-Bahn montags bis freitags von 6.21 Uhr bis kurz nach Mitternacht. Samstags und sonntags ruht der Betrieb – der Samstag wird für Wartungsarbeiten benötigt. Wird der Betrieb auf samstags ausgeweitet, muss sich die H-Bahn-Gesellschaft mit ihren elf Beschäftigten neu organisieren.

Völlig offen ist, wie viel Fahrgäste die rund 3 Kilometer lange H-Bahn mit ihren jährlich 1,6 Millionen Passagieren am Wochenende nutzen – Untersuchungen gibt es nicht. „Wir würden das jedenfalls begrüßen“, sagt Uni-Sprecher Martin Rothenberg.

Es gebe sehr wohl Bedarf für einen Samstags-Betrieb – nicht nur, seit die Uni-Bibliothek bis 24 Uhr geöffnet habe. „Es gibt samstags Blockseminare, zudem ist die Forschung rund um die Uhr besetzt.“ Und was, wenn DSW21 von Uni und FH eine finanzielle Beteiligung fordern? „Dann muss man auf uns zukommen“, sagt Rothenberg.

Lesen Sie jetzt