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Die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft hat gewonnen

Klare Entscheidung

Der Sieger des Wettbewerbs für das Stadtquartier Viktoriastraße steht fest: Die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (Hamburg). Der Siegerentwurf sieht den Abriss der Justizgebäude, des Telekomblocks und weiterer Gebäude vor.

BOCHUM

, 31.01.2014

Die Jury wünscht sich angesichts des aus ihrer Sicht guten Entwurfes, dass der „große Entwurf“ gelingt. Stefan Postert, Geschäftsbereichsleiter bei der IHK, richtete nach der mit großer Mehrheit getroffenen Entscheidung einen dringenden Appell an die Eigentümer. Im Sinne Bochums sollten sie sich zusammen setzen und zu einer Entscheidung im Sinne des Entwurfs kommen. Sicher keine einfache Aufgabe. Die Familie Baltz muss die Frage beantworten, ob sie – wie im Siegerentwurf vorgesehen – den gerade erst gekauften Telekomblock abreißen und durch einen weniger massiven Neubau ersetzen will.

Spannend ist auch die Frage, wie die ECE-Gruppe reagiert. Sie hatte lange als Favorit für den Wettbewerb gegolten. Am Ende reichte der Entwickler von Großimmobilien keinen Wettbewerbsbeitrag ein. Allerdings ist ECE Eigentümer von Flächen. Aus der Jurysitzung war mehrfach zu hören, dass der dringende Wunsch nach einer Umsetzung der Pläne besteht. Stefan Postert formulierte es so: „Im Lauf des weiteren Planungsprozesses dürfen sich grundlegende Dinge nicht ändern.“ Er sieht in dem Siegerentwurf eine von der IHK von Anfang an gestellte Forderung erfüllt: „Für uns war es immer ein Quartier mit Einzelhandel.“ Das scheint der Siegerentwurf auch 1:1 umzusetzen. Er sieht im Erd- und ersten Obergeschoss Einzelhandel vor. Die beiden folgenden Etagen sind als Büros und Wohnungen vorgesehen. Die IHK könnte sich eine weitere Nutzung vorstellen.

„Zurückhaltend formulieren wir den Wunsch, über ein Hotel an dieser Stelle nachzudenken“, sagt Postert. Das könnte aus IHK-Sicht eine gute Ergänzung des Entwurfes sein.

Im Gegensatz zum unterlegenen Vorschlag von mfi (Ruhr-Park) erfüllt der Siegerentwurf die Vorgabe, dass kein kompaktes Shoppingcenter entstehen soll. Wer etwa vom Husemannplatz kommt, kann in eine breite Gasse gehen. Zu beiden Seiten entstehen neue Gebäude. Erhalten bleiben soll die Junggesellenstraße, ebenso das erst vor einigen Jahren errichtet Gebäude in dem auch die EGR sitzt. Richtung Rathaus schließt ein neues Gebäude an, so dass sich ein Ring ergibt. Nach einem weiteren Durchgang schlagen die Planer ein weiteres Carrée mit neuen Wegeverbindungen auf der Fläche des heutigen Telekomblocks vor.  

Öffentliche Ausstellung
Das Preisgericht bestand aus Architekten und Stadtplanern, Vertretern des Rates, des Einzelhandels, des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW, des Landes NRW und der Stadtverwaltung. Den Vorsitz hatte Prof. Carl Fingerhut (Basel, Zürich). Zwei Entwürfe standen am Ende zur Auswahl. Vier weitere Interessenten waren abgesprungen. Die Wettbewerbsarbeiten werden von Mittwoch, 5. Februar, zwei Wochen lang im Foyer des Technischen Rathauses, Hans-Böckler-Straße 19, öffentlich ausgestellt.

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