Die juristische Unschärfe einer Ehe

Olga Grjasnowa

Für ihren Debütroman "Der Russe ist einer, der Birken liebt" erntete Olga Grjasnowa 2012 gleich zwei Auszeichnungen. Nun hat sie mit "Die juristische Unschärfe einer Ehe" wieder einen tollen Roman geschrieben - über die Liebe in Zeiten, in denen alles möglich scheint.

von Von Britta Helmbold

, 14.09.2014, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine Dreiecksgeschichte, die in Berlin und im aserbaidschanischen Baku, wo die Autorin 1984 geboren wurde, spielt. Altay und Leyla gehen eine Scheinehe ein. Sie will nur tanzen, doch nach einem Unfall muss sie das Bolschoi-Theater verlassen. Er ist Psychiater und wird von seiner großen Liebe verlassen. In Berlin startet das Paar einen Neuanfang und dort lernen sie Jonoun kennen. Davon erzählt der erste Teil, der mit vielen Rückblicken gespickt ist. Im zweiten Teil geht es chronologisch weiter und führt die drei Protagonisten nach Baku. Sie alle träumen von der Liebe, doch wissen nicht, wie man sie lebt. "Wieso endet jede Verliebtheit in maßloser Enttäuschung?" fragt Leyla am Schluss. Lesenswert.

Olga Grjasnowa: Die juristische Unschärfe einer Ehe, 272 S., Hanser, 19,90 Euro, ISBN 978-3-446-24598-3.

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