Die Lebenden und Toten von Winsford

Håkan Nesser

Maria aus Schweden, Mitte 50, zweifache Mutter, reist mit ihrem Hund Castor im Herbst nach Südengland und mietet für ein halbes Jahr ein eher ungemütliches Haus. In der Heidelandschaft will sie nur eins - ihren treuen Vierbeiner überleben.

02.11.2014 / Lesedauer: 2 min

Und erzählt dem Leser ihre Geschichte, die immer dramatischer wird, je mehr Zeit im englischen Herbstnebel vergeht.

Denn Maria hat unter falschem Namen ein neues Leben begonnen. Nachdem sie mehr oder weniger spontan ihre Vergangenheit mit einem egoistischen und egozentrischen Ehemann und zwei erwachsenen Kindern, die nichts (mehr) von ihr wissen wollen, hinter sich gelassen hat. Martin, ihr Mann, Uni-Professor und jungen Frauen sehr zugetan, hatte zuhause verkündet, mit Maria nach Marokko zu reisen, um dort an einem Manuskript zu arbeiten. An dieser Geschichte hält Maria fest.

Nessers neuester Roman ist einer seiner besten. Kein Thriller im üblichen Sinn und doch fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Man rätselt, was alles hinter dieser seltsamen Geschichte steckt und ist verblüfft. Sehr lesenswert.

Håkan Nesser: Die Lebenden und Toten von Winsford, 462 S., btb, 19,99 Euro, ISBN 978-3-442-75449-6.

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