Die Mordkommission Münster ermittelt wegen Wohnungsbrand in Gronau

Mordkommission ermittelt

In der Nacht von Freitag auf Samstag hat es in Gronau einen Wohnungsbrand gegeben. Jetzt ermittelt die Mordkommission Münster in dem Fall.

Gronau

01.05.2021, 16:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Gronau ist es in der Nacht zu Samstag zu einem Wohnungsbrand gekommen. Jetzt ermittelt die Mordkommission.

In Gronau ist es in der Nacht zu Samstag zu einem Wohnungsbrand gekommen. Jetzt ermittelt die Mordkommission. © picture alliance / dpa

Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Borken und der Polizei Münster

Die Staatsanwaltschaft Münster, der Kreis Borken und die Polizei Münster haben in einer gemeinsamen Presseerklärung mitgeteilt, dass nach einem Wohnungsbrand in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Enschederstraße in Gronau in der Nacht von Freitag auf Samstag (1.5.2021, 3.20 Uhr), nun die Mordkommission Münster ermittelt. Sie wird von Kriminalhauptkommissar Heiner Olthuis geleitet.

Erst brannten nur Autos - später auch ein Wohnhaus

Feuerwehr und Polizei wurden zunächst gegen 2.40 Uhr zu einem Pkw-Brand an der Hörster Straße gerufen. Dort brannte ein Fahrzeug eines örtlichen Unternehmens vollständig aus. Der Brand ging auf zwei weitere Pkw des Unternehmens über. Gegen 3.20 Uhr ging dann ein weiterer Notruf wegen eines Wohnungsbrandes an der Enschederstraße ein.

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte brannte die Wohnung in voller Ausdehnung. Die Feuerwehr musste vier Bewohner des Hauses über Drehleitern retten. Den 36-jährigen Wohnungsinhaber trafen die Polizisten vor dem Haus an. Er wurde zunächst durch Rettungskräfte mit dem Verdacht auf Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus gebracht.

Vermutlich vorsätzliche Brandstiftung

„Vor Ort verdichteten sich die Hinweise darauf, dass der 36-Jährige sowohl die Autos, als auch seine Wohnung vorsätzlich in Brand gesetzt haben soll“, erläutert der Leiter der Mordkommission. „Seine Wohnung brannte vollständig aus, das Wohn- und Geschäftshaus ist nicht mehr bewohnbar.“

Den Ermittlungsbehörden liegen Erkenntnisse über eine psychische Erkrankung des 36-jährigen Gronauers vor. Inwieweit diese mit dem Tatgeschehen in Verbindung steht, ist Gegenstand der Ermittlungen. „Der 36-Jährige ist dringend der besonders schweren Brandstiftung mit versuchter Todesfolge und eines versuchten Tötungsdeliktes verdächtig“, verdeutlicht Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

„Die Ermittlungen hierzu und zu einem möglichen Motiv dauern an. Der Beschuldigte wird aktuell in einer psychiatrischen Fachklinik untersucht.“ An den Pkw und dem Wohn- und Geschäftshaus entstand erheblicher Sach-und Gebäudeschaden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

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