Die Post kommt jetzt aus der Siemensstraße

Neuer Zustellstützpunkt

Die Postboten haben seit kurzem einen neuen Zustellstützpunkt. Damit ist die Odyssee nach dem Abriss der Hauptpost an der Berliner Straße beendet. Die neue Zentrale befindet sich in der ehemaligen Siemens-Kantine an der Siemensstraße. Von hier aus erledigen viele Wittener Postboten nun ihren "knackigen Job".

RÜDINGHAUSEN

von Von Barbara Zabka

, 08.09.2011, 13:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Die Immobilie erwies sich für unsere Pläne optimal“, erklärt Rainer Ernzer, Pressesprecher der Deutschen Post, über den neuen Zustellstützpunkt an der Siemensstraße. „Wir haben dort eine Kombination aus Vorbereitungszentrum und Zustellstützpunkt eingerichtet.“ Morgens um fünf Uhr bereits kommen die dicken LKW vom Briefzentrum Hagen angebraust. Schwer beladen mit Briefen, Drucksachen, Postkarten und Warensendungen. Ein Teil der Sendungen ist bereits nach Zustellbezirken und Routen sortiert. Der andere Teil wird an der Siemensstraße sortiert – dort wo es früher nach lecker Essen roch. 25 externe Bezirke, die im Zentrum, Heven, Herbede und Bommern liegen, werden hier von fleißigen Händen sortiert.

Gegen neun Uhr fahren die Postautos dann zu den vier Übergabestellen. Da sind separat angemietete Räume. Dort warten die Zusteller bereits auf ihre Lieferung. Die meisten sind mit Diensträdern unterwegs – manche haben E-Bikes. In den einzelnen Bezirken gibt es dann auch noch Zwischendepots. Dort können die Zusteller nachladen. Die Depots sind genau getaktet. Weitere 34 Postboten starten vom Stützpunkt aus, nachdem sie ihre restliche Post sortiert haben. Ihre Bezirke liegen in den anderen Wittener Stadtteilen. Jeder Postbote kehrt nach getaner Arbeit zu seinem Startort zurück. Zur Übergabestation oder an den Stützpunkt. Wann das jeweils ist, kann niemand genau sagen.

„Unsere Mitarbeiter leisten einen richtig knackigen Job“, weiß Rainer Ernzer zu berichten. „Denn Papier ist sehr schwer. Und nicht immer ist das Wetter schön.“ Das Postaufkommen ist je nach Wochentag unterschiedlich. „Montags ist in der Regel ein recht flauer Tag. Manche meinen, da hätten die Briefträger frei. Oder die Post würde sparen. Aber das ist Quatsch“, betont der Pressesprecher.