Die Power Rangers tischen nur mäßige Effekte auf

Im Kino

Aus Alt mach Neu heißt das Rezept zur Risikominimierung in der Filmbranche. "Origin Storys" gehen zu den Anfängen schon populärer Helden, verjüngen das Personal, hieven Design und Effekte auf den heutigen Stand.

DORTMUND

, 21.03.2017, 15:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Power Rangers tischen nur mäßige Effekte auf

Helden über Nacht: Die Rangers stehen stramm.

Nun sind die "Power Rangers" dran, ursprünglich kindlicher TV-Schrott aus Japan mit Teens in bunten Anzügen, Wackelmonstern und billigen Tricks der 80er-Jahre, die Bewegtbilder zum Verkauf von Lizenzartikeln lieferten. Die US-Serie sah weniger nach Plastik aus und wurde ein Dauerbrenner, 1995 gab es bereits einen Kinofilm.

 Der Streifen von Dean Israelite erfindet die Power Rangers neu. Am Anfang steht ein Kampfgetöse, lederhäutige Aliens massakrieren sich und versenken einen Kristall, der uns noch begegnen wird. Millionen Jahre später verspielt Teenager Jason (Dacre Montgomery) seine Football-Karriere und landet in der Klasse der Rabauken.

Magische Amulette

Es folgen 45 Minuten High School-Schwank. Fünf Außenseiter werden eine Clique, ethnisch so austariert, dass der Film weltweit Kasse macht. Ein Schwarzer (RJ Cyler), ein Asiate (Ludi Lin), Jason, zwei Mädels (Becky G, Naomi Scott).

In einer Mine stoßen die Fünf auf magische Amulette, dann auf ein Raumschiff, wo ein Robot und ein Hologramm mit dem Gesicht Bryan Cranstons ihnen offenbaren, sie müssten die Welt retten. Träume von Kraft, Größe und Bedeutung werden wahr. Es geht gegen eine Hexerin, die aus Gold ein Monster erschafft.

Ähnlichkeiten mit "Transformers"

Das Finale sieht verteufelt nach "Transformers" aus: Die Rangers stecken in Dinosauriern aus Metall, es dröhnt und scheppert wie im Comic-Blockbuster.

So toll sind die Effekte nicht - die goldene Kreatur glüht seltsam vor sich hin. Für Zwölfjährige okay, die Älteren quittieren es mit einem Achselzucken.

Schlagworte: