Die Stadt des Zaren

Martina Sahler

Anfang des 18. Jahrhunderts in Russland. Zar Peter will eine neue Hauptstadt bauen an den Ufern der Newa, lässt sich nicht von dem eigentlich nicht bebaubaren, sumpfigen Gelände abschrecken. Er will alles Russische aus seinem Land verbannen, hat viele westliche Vorbilder.

05.09.2017, 10:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

In Martina Sahlers opulentem historischen Roman „Die Stadt des Zaren“ lässt sich auch die deutsche Arztfamilie Albrecht, die eigentlich in der Moskauer Ausländervorstadt glücklich lebt, vom Zaren ins neue St. Petersburg locken. Die älteste Tochter Helena verliebt sich in den schwedischen Kriegsgefangenen Erik – eine lebensgefährliche, verbotene Liebe. Ihre Schwester Paula möchte Ärztin werden, ein Plan, der 1703 genauso unmöglich erscheint.

Ein spannender, gut recherchierter Roman einer großartigen Erzählerin. Der Leser erfährt viel von Zar Peter, aus einer Zeit, in der es noch Leibeigene gab, und von der Entstehung der bis heute faszinierenden Stadt St. Petersburg. Eine gelungene Mischung aus Liebesgeschichte, Historie und Spannung. Sehr lesenswert.

Martina Sahler: Die Stadt des Zaren, 528 S., List, 20 Euro, ISBN 978-3-471-35154-3.

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