Die Toten am Sund

Ariane Grundies

Eine verschwundene Pilgerin, ein Sachse, der für eine Stadtführung schon bezahlt hat, aber zum Termin nicht auftaucht, und ein Paar, das an den Kreidefelsen zu Tode kommt - viele merkwürdige Geschehnisse zwischen Stralsund und Rügen passieren in Ariane Grundies' Ostsee-Krimi "Die Toten am Sund". Kann man da noch an Zufälle glauben?

11.07.2017, 08:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nein, meint Gisela Klawitter, die sich mit ihrer früheren Nachbarin Rosi Hafenmeister als Touristenführerin selbstständig gemacht hat, um sich aus der Arbeitslosigkeit zu befreien.

Alles fing gut an. Die beiden Frauen raufen sich schnell zusammen, ergänzen sich und ihr Konzept scheint auch den zahlreichen Touristen zu gefallen. Doch dann geschieht Merkwürdiges. Mehrere Touris, die an ihrer allerersten Führung durch die alte Hansestadt Stralsund teilgenommen haben, verschwinden und tauchen als Leichen wieder auf.

Humorvoller Ostsee-Krimi

Ein humorvoller Ostsee-Krimi mit viel Lokalkolorit, der bei Lesern, die schon mal auf Rügen und in Stralsund waren, Urlaubserinnerungen wachruft. Und bei denen, die noch hin wollen, Vorfreude.

Leicht und locker geschrieben, mit zwei Heldinnen, die ein bisschen an eine jüngere Miss Marple erinnern und guter Kenntnis der Schauplätze. Außerdem mit einer Prise Ironie in Sachen Tourismus gewürzt. Ein Urlaubskrimi, der wirklich Spaß macht.

Ariane Grundies: Die Toten am Sund, 256 S., Piper, 14 Euro, ISBN 978-3-492-06068-4.