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Die Westholz-Grundschüler werden bald in der Natur unterrichtet

Grünes Klassenzimmer

Raus aus dem stickigen Klassenraum: In der Westholz-Grundschule in Scharnhorst ist das "Grüne Klassenzimmer" eröffnet worden. Die Schüler konnten schon einen prüfenden Blick auf das kleine Amphitheater werfen, doch bis zur ersten Unterrichtsstunde müssen sich die Kinder noch gedulden.

SCHARNHORST

von Von Clara Meier

, 14.07.2012
Die Westholz-Grundschüler werden bald in der Natur unterrichtet

Schnipp, Schnapp. Viel Spaß hatten die Kinder bei der Eröffnung des »Grünen Klassenzimmers«.

Begeistert zerschneiden Eva und ihre Klassenkameraden der 3b das rot-weiße Flatterband – und eröffnen damit das „Grüne Klassenzimmer“ der Westholz-Grundschule. Nun kann der Unterricht endlich auch mal draußen stattfinden.Das Klassenzimmer erinnert an ein kleines Amphitheater: Steinbrocken breiten sich hinter der Westholz-Grundschule im Halbkreis aus. Eingerahmt von einem Hügel. Doch anstatt gegen wilde Löwen zu kämpfen, möchten die Lehrerinnen und Lehrer nur der Eintönigkeit im Unterricht die Stirn bieten.

 Daher entschlossen sie sich vor zwei Jahren für das Projekt. Jetzt konnte endlich das Absperrungsband durchtrennt und somit das „Grüne Klassenzimmer“ eröffnet werden. Aufgeregt inspizierten die Kinder das Zimmer, balancierten auf den Steinbrocken und machten auch eine Sitz-Probe. Nicht nur die Schüler heißen die Abwechslung zum normalen Klassenraum willkommen. Auch Schulleiterin Gabriele Wehmann schätzt den Draußen-Unterricht. „Dadurch werden wir ganz andere Möglichkeiten haben. Hier können wir unterrichten, aber auch Theaterstücke oder Feste veranstalten.“, so die 57-Jährige.  

 „Bevor die ersten Steine angerollt kamen, war hier nur ein Dreckplatz zu finden. Für die Kinder war er zwar schön zum Matschen, nun wird er aber pädagogisch wertvoll genutzt“, so die Schulleiterin.  Der Bau des „Grünen Klassenzimmers“ wurde vom SPD-Ortsverein Scharnhorst mit 9 000 Euro unterstützt – und der ist zufrieden mit dem Ergebnis, wie die Ratskandidatin Ulrike Matzanke versichert: „Im Freien können die Kinder völlig neue Erfahrungen machen, völlig andere Reize werden da auf sie einströmen.“

 Doch bis es soweit ist, müssen sie sich noch gedulden, denn schließlich sind Sommerferien. „Aber sie warten schon sehnlichst darauf, endlich hier Platz nehmen zu können“, ist sich Gabriele Wehmann sicher. „Während des Baus haben sie den Platz nie betreten. Sie haben ihn anscheinend schon zu respektieren gelernt.“ 

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