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„Die Wolken von Sils Maria“ ist bestes Schauspieler-Kino

Im Kino

Schauspielerin Maria (Juliette Binoche) und ihre Assistentin Valentine (Kristen Stewart) reisen in die Schweiz. Sie feilen an der Fortsetzung eines Stückes, das für Maria mit Erinnerungen behaftet ist. Vor 25 Jahren spielte sie eine blutjunge Verführerin, nun soll sie deren ältere Liebhaberin verkörpern. Olivier Assayas („Carlos – Der Schakal“) hat sich viel vorgenommen mit seinem Film „Die Wolken von Sils Maria“.

16.12.2014 / Lesedauer: 2 min
„Die Wolken von Sils Maria“ ist bestes Schauspieler-Kino

Juliette Binoche (l) als Maria Enders und Kristen Stewart (r) als ihre Assistentin Valentine im Film "Die Wolken der Sils Maria".

Vorneweg Binoche und Stewart, die gefeierte Aktrice und ihre rechte Hand. Die Textproben, in denen sie Marias Rolle ausloten, werden zu einer doppelbödigen Angelegenheit und münden in einen subtilen Psycho-Clinch. Er dreht sich um Abhängigkeit, Kontrolle, Rivalität und Eifersucht. Sie üben für ein Stück, erforschen aber eigentlich sich selbst.

Schauspieler-Kino im besten Sinne. Bei Binoche lodert Feuer auf, wenn Maria mit ihrer Rolle hadert und am liebsten hinschmeißen möchte. Stewarts Valentine gibt Kontra, hält der Älteren den Spiegel vor, verficht ihren Standpunkt mit Verve. Ein Duell, in dem ein Generationen-Porträt steckt.

Die Jetztzeit, mit der Maria fremdelt, gehört Starlets wie der von Chloe Grace Moretz gespielten Jo-Ann (wohl nach dem Bilde Lindsay Lohans modelliert): Ruhm und Skandal im Voyeurismus des Internets. Ein anfangs spröder, doch ungemein kluger Film, in dem Lars Eidinger, Hanns Zischler, Angela Winkler in Nebenrollen glänzen.

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