Die Zeitreise von Gwendolyn und Gideon geht zu Ende

Im Kino

Mit den Romanen um die Zeitreisende Gwendolyn hat Kerstin Gier Fantasy für Mädels geschrieben. Mit einer Heldin, die gegen einen Orden kämpft, die einem Graf des 18. Jahrhunderts den Weg zur Weltherrschaft ebnen wollen. . Nach "Rubinrot" und "Saphirblau" kommt diese Woche "Smaragdgrün" ins Kino, wo der Kreis der Trilogie sich schließt und Herzen zueinander finden.

03.07.2016, 14:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gwen (Maria Ehrich, r.) mit Madame Rossini (Justine del Corte). Gedreht wurde unter anderem in Schloss Nordkirchen.

Gwen (Maria Ehrich, r.) mit Madame Rossini (Justine del Corte). Gedreht wurde unter anderem in Schloss Nordkirchen.

Eine Auserwählte wie in "Panem", Dunkelmänner wie in "Sakrileg", Hokuspokus wie bei Potter, dazu Irrungen und Wirrungen einer Romanze. Fertig ist die Blaupause eines Mystery-Thrillers mit Leinwand-Potenzial.

Maria Ehrich spielt die junge Gwendolyn, durch ihr Blut und die Apparatur des Chronografen befähigt, durch die Zeit zu reisen. Sie ahnt, dass sie Teil eines Plans ist, den der Graf von St. Germain, Großmeister der Loge (Peter Simonischek als eine Art Voldemort), ins Werk setzt.

Flucht nach Schottland

Vor dessen Schergen flieht Gwendolyn von London nach Schottland. Sie hüpft in die Vergangenheit, trifft ihre Eltern, landet in der Residenz des Grafen (Drehort war Schloss Nordkirchen), wo ihr Geliebter in spe (Jannis Niewöhner als Gideon) in Ketten liegt.

Gideon wird von einer Kugel getroffen, sein Blut sichert dem Grafen ein Elixier, das ewiges Leben verspricht. Alles scheint verloren für Gwendolyn.

Kamera-Gefuchtel

Die Zeitsprünge sind genau besehen ein Gimmick, das Ausflüge in historisches Dekor ermöglicht, aber auch die Retuschierung der Gegenwart im Gestern. Davon macht der Film (Regie: Katharina Schöde, Felix Fuchssteiner) denn auch reichlich Gebrauch.

Seine Tricks sind okay, die Action (Gwendolyn im Dress von Catwoman) kann US-Produktionen nicht das Wasser reichen, weil sie aus Kamera-Gefuchtel besteht.

Die Musik von "Smaragdgrün" fällt mit der Tür ins Haus, ist immer eine Spur zu laut und zu grell. Was die Backfische, für die der Film gemacht ist, nicht stören dürfte: Die warten darauf, dass Gideon und Gwen endlich ein Paar werden. Maßgeschneidertes Zielgruppen-Kino.