Diese Freunde fahren mit dem Trabi durch Europa

DDR-Kult-Gefährt

Kein Navigationssystem, kein Smartphone und keine Verpflichtungen – „einfach mal entschleunigen“ möchten die Abenteurer Kevin Scheibe und Timo Schulze. Ab Montag wollen sie einen Monat lang in einem originalen Trabant die Straßen der Bundesrepublik und osteuropäischer Staaten unsicher machen.

KÖRNE

11.07.2016, 14:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein ganz besonderes Geschenk wollte der 25-jährige Kevin Scheibe seinem Freund Timo Schulze zum Geburtstag machen. So sei ihm die Idee zu der außergewöhnlichen Reise gekommen. „Die meisten Leute in unserem Alter nehmen ja eher den Billigflieger in die Türkei“, so Scheibe, „aber warum nicht einmal dorthin, wo man sich nicht so auskennt?“

Auf ihrer Reise möchten die Freunde abseits der touristischen Pfade Land und Leute kennenlernen, um einen authentischen Einblick in die jeweiligen Länder zu erhalten. Den ersten Halt machen sie jedoch an einem vertrauten Ort – in Sachsen-Anhalt bei den Großeltern von Kevin Scheibe.

Trabi-Begeisterung geerbt

„Pünktlich um zwölf Uhr zum Mittagessen“ sollen diese dort mit den Reiseplänen und dem hergerichteten Trabi überrascht werden. Denn Scheibes Großvater hat nicht unwesentlich zur Trabi-Begeisterung seines Enkels beigetragen: "Mein Opa hatte einen himmelblauen Trabi, da saß ich als Kind auf dem Beifahrersitz."

Nach dem Abstecher bei den Großeltern soll es weiter gehen nach Magdeburg und Berlin, und dann über Rostock nach Rügen und Stralsund. Stettin und Warschau stehen als nächstes auf dem Plan. "Wir möchten jede 100 Kilometer etwas Neues erleben", sagt Kevin Scheibe. "Das absolute Freiheitsgefühl." 

Mitnehmen wollen die Freunde nur das Nötigste, mehr passe schließlich auch gar nicht in den kleinen „Schorsch“ – wie Scheibe sein Auto getauft hat – hinein. Im Gepäck: Abenteuerlust, ein Zelt und zwei analoge Spiegelreflexkameras sowie eine Polaroid-Kamera, um das Erlebte stilecht festzuhalten.  

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