Dieser Räuber "Hotzenplotz" sieht aus wie ein Hobbit

Theater in Bochum

Welchen Zauber die Theater-Maschinerie entfalten kann, wird in vollem Ausmaß bei den Weihnachtsmärchen sichtbar. Dem Schauspielhaus Bochum ist jetzt mit Otfried Preußlers Räuber Hotzenplotz ein traumhaftes Stück zwischen belebtem Bilderbuch, rasantem Comic und Actionfilm gelungen.

BOCHUM

von Von Max Florian Kühlem

, 25.11.2013, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Räuber Hotzenplotz (Roland Riebeling) mit Seppel und Kasperl im Bochumer Schauspielhaus.

Räuber Hotzenplotz (Roland Riebeling) mit Seppel und Kasperl im Bochumer Schauspielhaus.

Wenn der Räuber Hotzenplotz zum ersten Mal auf der großen Bochumer Bühne steht, muss man zweimal hinschauen: Ist das noch ein Mensch in einer Verkleidung oder ein Wesen aus einer anderen Welt? An Roland Riebeling haben Kostüm und Maske ganze Arbeit geleistet. Mit Knollnase, Fusselbart, Riesenfüßen und dickem Wanst sieht aus wie eine Mischung aus Hobbit, Obelix und Dick von Dick und Doof.Mit sieben Messern

Dieser Hotzenplotz trägt zwar sieben Messer am Körper und auch eine Pfefferpistole im Beutel. Wirklich Angst einflößend ist er jedoch nicht. Der echte Bösewicht ist der Zauberer Petrosilius Zwackelmann, den Weihnachtsmärchen-Experte Jost Grix auf einer Stelzenkonstruktion gibt. Zwackelmann sorgt mit seinem Einschüchterungszauber, einer Explosion auf der Bühne, für den einzigen echten Schreckmoment in einer ansonsten sehr (kleinkinder-)freundlichen Inszenierung.

Viele schöne Bilder zum Staunen haben Regisseur Henner Kallmeyer und sein Team geschaffen. Vom Geburtstagsfest in Omas Garten bis zur Entdeckung der Unke im geheimen Keller des Zauberers ist hier alles mehr als liebevoll ausgestattet.Sehenswerte Inszenierung Dass nur ein kleines Ensemble von fünf Schauspielern auf der Bühne steht, fällt dank gelungener Mehrfachbesetzungen nicht ins Gewicht. Dass man sich dafür Live-Bühnenmusik von Burkhard Niggemeier geleistet hat, ist das I-Tüpfelchen auf der sehenswerten Inszenierung. 

Termine: 1.-6., 8.-12., 15.-19., 22./23./25. 12.; Karten: Tel. (0234) 33 33 55 55.

 

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