Dieses Klo hat seit 2010 geschlossen

Posse an der Hohensyburg

Wenn den Spaziergängern in der Parkanlage an der Hohensyburg die Blase drückt, wird es heikel. Denn die einzig öffentliche Toilette in dem beliebten Ausflugsgebiet ist nun schon seit 2010 geschlossen. Wir haben nachgehakt, wie es mit dem Toilettenhäuschen weitergeht. Es besteht Hoffnung.

SYBURG

, 27.07.2016, 01:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dieses Klo hat seit 2010 geschlossen

Bereits seit 2010 außer Betrieb: das historische Toilettenhäuschen an der Hohensyburg.

Möglichkeiten, direkt vor Ort seine Notdurft zu verrichten, sucht in der Parkanlage an der Hohensyburg vergebens. Die historische Toilettenanlage am Fuße der großen Rasenfläche ist immer noch geschlossen. Und das schon seit 2010. Für ein Ausflugsgebiet wie die Syburg sicher kein Ruhmesblatt, denn scheinbar tut sich auch in nächster Zeit nichts am desolaten Zustand der Sanitäranlage.

Fanden die Besucher zu Beginn der Schließung immerhin noch einen Zettel mit der Aufschrift „Vorübergehend geschlossen vor“, gibt es jetzt nur noch feuchte Stellen und Spinnweben an den beiden Eingangstüren. Wie haben einmal nachgefragt, wer im Moment überhaupt zuständig ist für den Zustand der Immobilie und wie es weitergeht.

„Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat das Gelände Anfang des Jahres von der Stadt zurückgekauft“, berichtet Bodo Strototto vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Verbandes. Derzeit stünden aber einige Umstrukturierungen innerhalb des LWL an, eine Sanierung der Anlage werde es deswegen innerhalb dieses Sommers nicht geben. „Wir setzen uns nach den Sommerferien zusammen.“ Geplant sei, dass Gelände „so schnell wie möglich“ zeitgemäß und attraktiv zu gestalten. „Es ist nicht auszuschließen, dass es noch in diesem Jahr losgeht.“

Auf längere Sicht eine gute Nachricht – die den vielen Ausflugsgästen in diesem Sommer aber noch nicht weiter hilft. Es gibt aber für den Fall der Fälle eine Lösung, damit sich die Besucher nicht ins Gebüsch schlagen müssen: Die Spielbank Hohensyburg schlägt den Menschen in Not nicht die Tür vor der Nase zu. „Bei uns ist es eigentlich gang und gebe, dass sich Leute bei uns melden und fragen, ob sie die Toilette nutzen dürfen“, so Lena Krieg vom Info-Punkt des Spielcasinos. „Und wir weisen ihnen dann den Weg.“ Das gilt auch für Kinder, die das Casino eigentlich noch nicht betreten dürfen.