Diskussion über Platz des Europäischen Versprechens

Haupt- und Finanzausschuss

Stadtbaurat Ernst Kratzsch hat das Ultimatum von Künstler Jochen Gerz (wir berichteten) am Mittwoch mit in den Haupt- und Finanzausschuss (HFA) genommen und vorgetragen. Ergebnis: Über die Fertigstellung des Platz‘ des Europäischen Versprechens wird im Wirtschaftsausschuss entschieden.

BOCHUM

von Von Dominik Möller

, 06.09.2012, 07:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Platz des Europäischen Versprechens oder Platz der Leere?

Platz des Europäischen Versprechens oder Platz der Leere?

Beim Platz des Europäischen Versprechens gehe es nicht nur darum, ein Projekt abzuschließen. Sondern auch um die Glaubwürdigkeit der Politik, ergänzte Cordes: „Wir müssen darauf achten, dass die Politik ernst genommen wird“, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen. Ob das Ultimatum von Gerz und die Androhung von juristischen Schritten rechtlich einwandfrei seien, wollte Dieter Fleskes (SPD) vor dem Wirtschaftsausschuss geklärt wissen. Kratzsch betonte im HFA, dass er weiterhin hinter dem Projekt stehe. Hintergrund: Der Platz des Europäischen Versprechens vegetiert an zentraler Stelle in der Stadt vor sich hin. Die Namensplatten von fast 15 000 Unterstützern fehlen noch immer. Thomas Wessel, Pfarrer der Christuskirche, sagte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass man von „öffentlicher Ignoranz“ sprechen könne. Man sehe einem öffentlichen Raum an, ob er gewollt sei oder nicht.