Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Doch noch Sonntagsshoppen in Bochum möglich

Zweiter Anlauf im Rat

Eine schwere Geburt. Doch letztlich stand die Mehrheit. Getragen von der CDU und mit deutlich mehr Stimmen der SPD als in der Ratssitzung vor einem Monat hat die Politik am Donnerstag den verkaufsoffenen Sonntagen in der Stadt zugestimmt.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 01.03.2012 / Lesedauer: 2 min
Doch noch Sonntagsshoppen in Bochum möglich

Beschluss neu gefasst: Auch 2012 ist das Einkaufen am Sonntag in Bochum möglich.

Im zweiten Anlauf war das Votum für die verkaufsoffenen Sonntage mehr als deutlich. 53 Ja-Stimmen, keine Enthaltung, 22 Ratsmitglieder stimmten mit Nein. Zuvor hatte SPD-Fraktionschef Dieter Fleskes eindringlich für den Kompromiss geworben. „Die Kaufkraft ist begrenzt, und mir ist nicht egal, wohin das Geld fließt“, erklärte er im Rat. Ein Satz, der wohl in erster Linie an seine eigene Fraktion gerichtet war. „Es geht nicht darum, Recht zu haben, sondern darum, was gut für die Stadt ist.“ Fleskes betonte, wie intensiv die Gespräche in der SPD-Fraktion gewesen seien. Und tatsächlich stimmen letztlich nur vier Sozialdemokraten gegen die Sonntagsöffnung. Anfang Februar, als das Shoppen am Sonntag noch abgelehnt wurde, waren es deutlich mehr. Gekoppelt ist dieser Beschluss jedoch an Bedingungen für die kommenden Jahre: Weitere Reduktion der Zahl verkaufsoffener Sonntage, faire Bezahlung der Angestellten und eine Verknüpfung der Sonntagsöffnung an Traditions- und Brauchtumsfeste. Den Grünen ging die Reduktion auf neun Sonntage nicht weit genug, sie stimmten dagegen. Doch da die CDU frühzeitig ankündigte diesmal geschlossen für die Öffnung zu votieren, war das Ergebnis der Ratssitzung schnell absehbar. Die linken Fraktionen und Gruppen stimmten erwartungsgemäß dagegen, FDP und Freie Bürger dafür.