Dokumentarfilme fangen das Leben in allen Facetten ein

Festival in Duisburg

Dokus, die das Leben in allen Facetten einfangen, bestimmen seit jeher das Programm der Duisburger Filmwoche, die Festivalleiter Werner Ruzicka am heuten Donnerstag (3.11., 21 Uhr) im Filmforum am Dellplatz eröffnet.

DUISBURG

, 02.11.2016, 16:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dokumentarfilme fangen das Leben in allen Facetten ein

Werner Ruzicka ist Leiter des Filmfestivals in Duisburg.

Bis zum 13. November erwartet die Besucher unter dem Motto "Es ist Zeit" ein Festival mit Arbeiten von Regisseuren, die den Blick auf konkrete Probleme richten, sei es das Thema Flüchtlinge oder der Bezug des Menschen zur Scholle. Mehdi Sahebis "MIRR" (9.11., 20.30 Uhr) berichtet vom Kampf eines Bauern in Kambodscha, auf dessen Feld ein Großgrundbesitzer scharf ist.

Volker Koepp spürt in "Landstück" (8.11., 17.30 Uhr) den Verwerfungen nach, die moderne Agrarwirtschaft in der Uckermark auslöst. "Holz Erde Fleisch" von Sigmund Steiner (9.11. 12.30 Uhr) fragt, wie das Naturell eines Landwirtes beschaffen sein muss, will er überleben und den Hof für die Kinder erhalten.

Flüchtlinge an einem "sterbenden Ort"

Nikolaus Geyrhalters "Homo Sapiens" (10.11., 16.30 Uhr) führt an Plätze, die der Mensch aufgegeben hat. Einst wurden sie bewirtschaftet, nun sind es verwaiste Brachen mit Spuren einer früheren Nutzung. In Italien bewohnen Flüchtlinge einen sterbenden Ort, dem sie neues Leben einhauchen, wie Joerg Burgers "Un Solo Colore" (8.11., 20.30 Uhr) zeigt.

"Paradies! Paradies!" von Kurdwin Ayub (9.11., 10 Uhr) porträtiert einen Wiener Kurden, der seine Heimat glorifiziert, Philip Scheffners "Havarie" (9.11., 18 Uhr) montiert Bilder eines Flüchtlingskahns zu O-Tönen von Rettern, Urlaubern, Geflohenen. Sehenswerte Filme bietet das Festival, deren Regisseure sich in Duisburg zur Diskussion stellen.

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