Donots lassen das Düsseldorfer Stahlwerk beben

"Karacho"-Tour

Das größte Konzert ihrer aktuellen Tour war es: Am Samstag spielte die Ibbenbürener Band Donots im Stahlwerk in Düsseldorf. Die Fans zogen sie ab der ersten Sekunde in ihren Bann und machten auch zwischen den Songs gut Stimmung. Plötzlich stand dann sogar ein nackter Mann auf der Bühne.

DÜSSELDORF

24.01.2016, 11:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Donots lassen das Düsseldorfer Stahlwerk beben

Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.

"Sieht das gut aus", staunt Donots-Frontmann Ingo Knollmann über die 1600 Fans im nahezu ausverkauften Düsseldorfer Stahlwerk, wo die Ibbenbürener Alternativ-Rocker das größte Konzert ihrer laufenden "Karacho"-Tour spielen.

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Donots in Düsseldorf

24.01.2016
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Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill
Mit "Karacho" spielten die Donots am Samstagabend im Stahlwerk in Düsseldorf.© Foto: Thomas Brill

Mit ein Grund für den enormen Erfolg könnte sein, dass der Band im vergangenen Jahr die Ehre zuteil wurde, die 30. Ausgabe von Rock am Ring zu eröffnen, und nicht zuletzt landete man mit dem Lied "Dann ohne mich" beim Bundesvision Song Contest hinter Mark Forster auf einem respektablen zweiten Platz.

Donots fordern Fans auf, nackt auf die Bühne zu kommen

Mit "Ich mach` nicht mehr mit" legen die Donots einen ungemein rasanten Start hin. Die Fans reagieren ebenfalls schnell, reißen die Arme zum rhythmischen Mitklatschen in die Luft, springen ausgelassen vor der Bühne und feiern eine Band, die schon längere Zeit nicht mehr in der Heimatstadt der Toten Hosen Düsseldorf war und offenbar auch von deren Fans sehr vermisst wurde.

Bevor die Party startet, gibt es aber noch von Knollmann ein paar Feierregeln, die es unter Androhung von Backpfeifen auf jeden Fall zu beachten gilt. Wer sich zudem im absolut verschwitzten Donots-Hochgefühl die Kleidung vom Leib reisst und nackt auf die Bühne kommt, der sollte Tickets für weitere zehn Donots-Konzerte bekommen. Florian heißt der Mutige, der sich traut, und damit er sich nicht erkältet, legten die Donots noch ein Fan-T-Shirt drauf. Zur Party gehört ferner aber auch eine Spendenaktion zur Bekämpfung von Rassismus und Neonazismus.

Musik wie westfälisches Schwarzbrot

Obwohl nach 20 Jahren Erfolg mit englischen Texten die Donots jetzt deutsch singen, sind sie ihrem musikalischen Grundrezept treu geblieben. Ihr Sound klingt keinesfalls nach den übersüßen, weichen Teigkringeln aus den USA, an die der Bandname - wenn auch orthografisch nicht korrekt - erinnert. Vielmehr hat die Musik den kernigen Biss von westfälischem Schwarzbrot, das nach wie vor mit seinen rustikalen Zutaten wie schnelle, tanzbare Rhythmen, druckvolle Gitarrensounds und eingängiger Gesang überzeugt.

Die Fans feiern zu neuen deutschen Titeln wie "Junger Mann zum Mitleiden gesucht" oder ""Das Ende der Welt ist längst vorbei" ebenso ab wie zu englischen Klassikern wie "Wake the Dogs" oder "High and Dry" oder letztlich "Westerland", ein von den Fans begeistert mitgesungenes Ärzte-Cover. Die Spielfreude, die die Westfalen nach über 20 Bandjahren noch immer entwickeln, nötigt Respekt und Bewunderung ab. Nach zahlreichen Zugaben haben die Donots ihren Ruf, eine der vitalsten deutschen Livebands zu sein, wieder einmal bestätigt.

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