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"Deutsch" kaum zu verstehen

22.11.2007

Dorsten/Erle Marta Stepniowska "Der Einfluss des Englischen auf den deutschen Wortschatz" heißt der Titel der in deutscher Sprache verfassten Lizenziatsarbeit von (Foto). Sie hielt sich längere Zeit bei der Familie Gutschow in Erle auf. Zur Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse verbrachte Marta Stepniowska mehr als ein Jahr als Aupair-Mädchen in Deutschland.

Dabei stieß ihr auf, dass die Deutschen gar nicht das Deutsch sprechen, das sie in Schule und Hochschule gelernt hatte. Vielmehr musste sie noch ein wenig Englisch lernen, um die Deutschen wirklich verstehen zu können. Zunächst war sie etwas irritiert und verunsichert. Dann aber entschloss sie sich, diesem Phänomen genauer nachzugehen.

Im Dorstener Umfeld stieß sie schnell auf den Freundeskreis Rybnik und den Verein Deutsche Sprache, darunter Dr. Hans-Joachim Thelen. Bei dem einen konnte sie ein wenig Heimat finden, beim anderen fand sie Unterstützung bei der Suche nach den Erscheinungsformen des Englischen in der Deutschen Sprache. Das war der Stoff für ihre Examensarbeit, denn dieses Thema bewegt zurzeit die Germanisten, insbesondere auch die in Polen. Dann kam das wissenschaftliche Literaturstudium. In ihrer Arbeit finden sich beeindruckende Zitate, z.B. aus "Foreign Influences on German" von Charles V.J. Russ. Als Gründe für den Gebrauch von Anglizismen im Deutschen gibt Russ an: Denkfaulheit, kritiklose Bewunderung für alles, was fremd ist, Imponiergehabe etc. "Internationale Germanisten halten den Deutschen den Spiegel vor, aber diese schauen nicht hinein", meint Dr. Thelen, Regionalvorsitzender des VDS. www.vds-ev.de/denglisch

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