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Etappensieg reicht Kläger nicht

06.11.2007

Hervest-Dorsten Einen Etappensieg hat ein Dorstener Eigentümer im Rechtsstreit mit der Firma Köllner Grundstücksgesellschaft mbH aus Harsewinkel errungen. Die Gesellschaft verwaltet die Wohnungseigentumsanlage Ellerbruchstraße 113-115 a mit mehr als 160 Wohneinheiten, in der mehr als 15 Dorstener Eigentümer selbst wohnen und weitere zehn als Kapitalanleger beteiligt sind.

Genehmigung

Der Kläger hatte erreicht, dass das Amtsgericht Dorsten die Genehmigung der Jahresabrechnung 2005 durch die Eigentümer-Versammlung aufhob: "Der Beschluss entspricht nicht ordnungsgemäßer Verwaltung. Unbestritten ist vorgetragen worden, dass die Abrechnung nicht entsprechend der Teilungserklärung vorgenommen worden ist." Da die Abrechnung fehlerhaft war, hat das Gericht auch die Entlastung des Verwalters und des Beirates aufgehoben. Dieser Teilerfolg reicht dem Kläger jedoch noch lange nicht aus: "Ich werde weitermachen, bis ich auch die zu viel gezahlten Beträge aus den Vorjahren zurückbekomme und der Verwalter ausgetauscht wird." Die Hausverwaltung habe das Urteil vom 20. September den Betroffenen bis heute verschwiegen und zuvor durch Übertragung von Stimmen-Vollmachten verhindert, dass ihre fehlerhafte Abrechnungspraxis unterbunden wurde. "Das geht auch zu Lasten der Mieter, weil beispielsweise ein Single jährliche Wasserrechnungen bezahlen muss, wie sie sonst bei siebenköpfigen Familien anfalle n", lautet der Vorwurf des Klägers.

Die Köllner Unternehmensgruppe aus Harsewinkel sei auch anderswo unrühmlich aufgefallen. Nach einer Online-Meldung der Stiftung Warentest ist sie in mehr als zwölf Fällen von verschiedenen Oberlandesgerichten zur Rückabwicklung des gesamten Wohnungsgeschäfts verurteilt worden. Die Firma hatte Eigentumswohnungen aus verschiedenen Mietpools gemeinsam verwalten lassen. Über die Risiken dieser Pools seien Anleger nicht ausreichend aufgeklärt worden.

Berufung

Die Köllner Grundstücksgesellschaft hat gegen das Urteil des Dorstener Amtsgerichtes Berufung beim Landgericht Essen eingelegt. Mit Hinweis auf das schwebende Verfahren verzichtet sie gegenwärtig auf eine Stellungnahme. kdk

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