Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Gummibären kleben gut

Dorsten Kurz vor 15 Uhr steigt die Spannung, es wird hektisch in der Eingangshalle des Gymnasium Petrinum, gleich kommt die Jury.

05.11.2007

Gummibären kleben gut

<p>Die Frage "Kann Küchenchemie lecker sein?" klärten Jennifer Derichs (r.) und Justine David mit Hilfe von Donuts. Maiß</p>

Marvin Drühl und Christopher Withford schrauben noch immer an ihrem Versuchs-Aufbau herum. Sie wollen zeigen, dass man mit Erdwärme Wasser nutzbar machen kann. Zum Abdichten ihrer Apparatur verwendeten sie einen benutzten Kaugummi. "Das klappt am besten", erklärt Marvin. Die beiden Schüler der 8b bilden eine von 55 Projektgruppen, die am Wissenschaftsprojekt "Petrinum forscht" teilnehmen, das seit 2000 am Gymnasium durchgeführt wird.

In diesem Projekt arbeiten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 an einer Fragestellung aus den Bereichen Biologie, Chemie und Physik. Bis zu zwei Monate haben sie sich mit ihrem Thema beschäftigt, begleitet wurden sie von den Lehrern Michael Hergemöller, Renate Inhester und Ralf Hetzler. "Das ist eine kleine Version von 'Jugend forscht`", erklärt Rektor Wolfgang Gorniak. Dabei gibt es klassische, aber auch originelle Aufgabenstellungen. Unter letztere fällt: "Kopf- und Bauchschmerzen in unserer Schule". Hier hatten Rima Ostkirchen und Mandy Lotte 240 Mitschüler befragt, wie häufig Schmerzen auftreten und die Fragebögen ausgewertet. Auch der Gummibärchenkleber von Sascha Lauer, Felix Sandkühler und Maximilian Supe erweckt die Aufmerksamkeit. Sie fanden heraus, dass man aus Gummibären einen prima Klebstoff herstellen kann, der keine giftigen Stoffe enthält. Die mit Abstand komplizierteste Fragestellung hatten Robin Busen, Kevin Jüttermann und Daniel Pfeiffer. Bei der "Bestimmung der Parameter der Rückschwungfrequenz eines aus der Vertikalachse ausgelenkten Pendels" werden viele erst einmal mit dem Kopf geschüttelt haben. Dabei ging es nur darum, was ausschlaggebend für die Dauer des Pendelns ist. Die Jungs glaubten im Vorfeld, dass es entweder mit dem Winkel oder mit der Masse zusammenhängen muss. Stimmte aber nicht, die Länge des Fadens ist entscheidend. Wieder etwas gelernt. "Jetzt sind wir aber ziemlich aufgeregt", denkt Daniel in diesem Moment kaum an den Faden, die Jury kommt ja gleich. DM

Eine Jury bewertete die Projekte, die Ergebnisse werden heute bekannt gegeben. Neben dem Gesamtsieger gibt es Sonderpreise in den drei Naturwissenschaften sowie einen für Originalität.

Gummibären kleben gut

<p>Ein "Solarmodul" haben Nicole Kulla (l.) und Benedikt Kohnen entworfen. Maiß</p>

Lesen Sie jetzt