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"Schulden" bleibt ein Fremdwort

Raesfeld "Die wichtigste Formulierung lautet: Kredite werden nicht veranschlagt."

13.11.2007

Nicht ganz überraschend hatte Bürgermeister Udo Rößing am Montag bei der Einbringung des Haushaltsentwurfes 2008 eine frohe Botschaft für den Gemeinderat parat: "Ich freue mich, dass uns diese Aussage weiterhin möglich ist und das Wort ,Schulden' weiterhin ein Fremdwort für Raesfeld bleibt - wohl auch über 2008 hinaus."

Sonderrücklage

Gemeinsam mit Kämmerer Hans-Jürgen Gerten präsentierte der Bürgermeister ein Zahlenwerk, das sich sehen lassen kann und eine ganze Reihe erfreulicher Entwicklungen dokumentiert.

So schlägt sich der Trend des Konjunkturbarometers auch in den gestiegenen Einnahme-Erwartungen bei der Einkommen- und der Gewerbesteuer nieder. Auch die Rücklagen mussten, anders als zunächst erwartet, 2007 nicht angezapft werden. Das Polster von 3,4 Mio Euro wird im nächsten Jahr voraussichtlich nur deshalb um 859 000 Euro schrumpfen, weil die Gemeinde mit einer Million Euro den Grundsockel für die Sonderrücklage "Pensionsrückstellungen" bilden will. Wermutstropfen streuen lediglich die Gebührenhaushalte in die sonst weitgehend positiven Jahresdaten. In allen wesentlichen Sparten dürften Anhebungen nicht zu vermeiden sein.

Bei der Straßenreinigungsgebühr wird sich erst zum Jahreswechsel zeigen, ob der Restbestand der Ausgleichsrücklage vielleicht gerade noch zum Ausgleich des Ausgabenbedarfs 2008 reicht. 2009 wird ein Anstieg dann unumgänglich sein.

Dies gilt auch für die Entwässerungsgebühr, die nach Angaben des Steuerzahlerbundes bisher die niedrigste im ganzen Land ist.

Bei der Müllabfuhrgebühr dürfte dagegen bereits jetzt feststehen, dass zur Deckung der Entsorgungskosten eine Anhebung unvermeidlich ist. Die genaue Höhe muss noch ermittelt werden.

Sonderlob

Ein Sonderlob des Steuerzahlerbundes verdiente sich Raesfeld auch erneut bei den Personalkosten. Mit 2,282 Mio Euro machen sie gerade 16,45 Prozent des Verwaltungshaushalts-Volumens aus - ein im Vergleich mit anderen Gemeinden traumhaft geringer Anteil. kdk

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