Dorstfeld-Süd: Stadt untersucht Gerüche in Kellern

Häufung von Krebsfällen

Die Stadt untersucht weiter die Häufung von Krebsfällen in Dorstfeld-Süd: In der ehemaligen Altlasten-Siedlung hat es seit den 1980er-Jahren 104 Krebsfälle gegeben. Mittlerweile haben sich sechs Bürger wegen auffälliger Gerüche in ihren Kellern gemeldet. Vier weitere Anwohner haben ein anderes Anliegen.

DORSTFELD

, 03.08.2016, 16:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dorstfeld-Süd: Stadt untersucht Gerüche in Kellern

Die Siedlung Dorstfeld-Süd aus der Luft. Einige Anwohner sorgen sich über Krebsfälle. Die Siedlung steht auf einem alten Kokereigelände.

„Melden Sie sich bei uns“, hatte der Leiter des Umweltamtes, Rainer Mackenbach, verunsicherte Anwohner Anfang Juli bei einer Bürgerinformation zu Dorstfeld-Süd aufgefordert. Das haben nun gleich sechs Bürger gemacht. Das Umweltamt sei bereits zu Ortsbesichtigungen draußen gewesen, teilt Stadtsprecher Maximilian Löchter am Dienstag auf Anfrage mit. Luftmessungen seien für die nächsten Wochen terminiert.

Außerdem haben vier Bürger um Kontrolluntersuchungen von Kernobst in ihren Gärten gebeten. Löchter: „Die Früchte werden zurzeit im Labor analysiert.“ 

Zusätzlich zu den drei vorhandenen Benzol-Luftmessstationen im Bereich Dorstfeld-Süd wurde eine weitere in der Wetterstraße eingerichtet. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) wird diese Messstelle monatlich auswerten, sodass nach Ablauf eines Jahres die Benzol-Ergebnisse mit den Jahresmittelwerten der regionalen und überregionalen Messstationen verglichen werden können.

Jetzt lesen

Jetzt lesen

Schlagworte: