Dorstfelder erinnern an KZ-Befreiung

Holocaust-Gedenktag

DORSTFELD Vor 65 Jahren befreiten russische Soldaten die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz. Auch Dorstfelder Juden wurden Opfer des nationalsozialistischen Terrors.

von Von Nils Heimann

, 27.01.2010, 17:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dorstfelder erinnern an KZ-Befreiung

Schüler der Wilhelm-Busch-Realschule erinnerten mit einem Vortrag über die zerstörte Synagoge in Dorstfeld an die Befreiung des Konzentrationslager Auschwitz.

Am Mittwoch, dem "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus"  wurde daran erinnert. Mehrere Dorstfelder Organisationen schlossen sich zusammen, um den Gedenkgang zu organisieren. Ausgangspunkt für ihre Aktion war das Mahnmal für die Dorstfelder Synagoge an der Wittener Straße.

Geschichte der SynagogeSchüler der Wilhelm-Busch-Realschule hatten sich im Vorfeld des Gedenktages mit der Geschichte um die Synagoge auseinander gesetzt und hielten darüber einen kleinen Vortrag. "Wir haben uns im Religionsunterricht mit dem Thema beschäftigt. Ich bin immer noch total schockiert, dass solche Greueltaten überhaupt möglich waren", erklärt die 13-jährige Chiara Wellenhaupt bewegt. Anschließend legten alle Anwesenden eine Rose gegen das Vergessen nieder.

Bei ihrem Vortrag ließen sich die Schüler auch nicht von zwei verblendeten jugendlichen Neo-Nazis stören, die ihre rechten Parolen verbreiten wollten. Im Gegensatz zu einer ähnlichen Veranstaltung am 9. November schritt die Polizei diesmal aber sofort ein und zog die Störer unmittelbar aus dem Verkehr. "Die Parolen der Neo-Nazis zeigen doch nur, dass sie nichts anderes als Hass propagieren wollen", schüttelt Dennis Gottschalk, Schülersprecher vom Reinoldus- und Schiller-Gymnasium, verständnislos mit dem Kopf.

Vom Mahnmal aus ging es weiter zu zwei so genannten "Stolpersteinen", die an getötete Juden aus Dorstfeld erinnern und in einem symbolischen Akt gereinigt wurde.

An der Gustav-Heinemann-Gesamtschule lief zur selben Zeit das "100. Modul gegen Rechts", das der Deutsche Gewerkschaftsbund organisiert.

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