Dortmund rollt den Frauen den roten Teppich aus

Internationales Frauenfilmfestival

Ab dem 14. April rollt das Internationale Frauenfilmfestival weiblichen Filmschaffenden einen roten Teppich aus. Regisseurinnen und Kreative aus aller Welt werden sechs Tage (bis 19.4.) in Dortmund zu Gast sein und eine Leistungsschau ihres Schaffens präsentieren.

DORTMUND

, 13.03.2015, 17:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Silke Räbiger leitet das Frauenfilmfestival.

Silke Räbiger leitet das Frauenfilmfestival.

Herzstück des Festivals (Oberthema: „Komfort“) ist der Spielfilmwettbewerb, vom Sponsor RWE mit 15 000 Euro Preisgeld dotiert. Festivalchefin Silke Johanna Räbiger freut sich auf acht Filme in der Konkurrenz: „Es sind Arbeiten, denen man ansieht, dass sie für die große Leinwand gemacht wurden. Von Regisseurinnen, die sich längst ihre Sporen verdient haben. Zu vielen stehen wir in gutem Kontakt, und mussten sie nicht lange beknien, ihre Filme bei uns persönlich vorzustellen.“

Wettbewerbsfilme 

Anreisen wird die Kolumbianerin Libia Stella Gomez zur Premiere von „Ella I“ (16.4. 20 Uhr), auch Mariana Rondón mit ihrem Film „Pelo Malo“ (18.4., 18 Uhr) und die Iranerin Sepideh Farsi, die mit „Red Rose“ ein Kammerspiel vor dem Hintergrund der „Grünen Revolution“ im Gepäck hat (17.4., 18 Uhr).

Alle Wettbewerbsfilme laufen in der „Schauburg“ an der Brückstraße, auch „Body“ (17.4., 21 Uhr) von der Polin Malgorzata Szumoska, die dem Thema Magersucht augenzwinkernd komische Seiten abgewinnt. Mit Jasmila Zbanics „Love Island“ (18.4., 21 Uhr) steht eine zweite Komödie im Wettbewerb: Ein Beziehungs-Dramolett, das „schrill-bunt auf den Putz haut“, so Silke Johanna Räbiger beim Pressegespräch im RWE-Tower.

Sonderreihe „Ruhr lokal“

Mijke de Jongs „Frailer“ (19.4., 16 Uhr) ist ein bewegendes Requiem für die verstorbene Leonoor Pauw, die eine Krebskranke und damit sich selbst spielt. Aus Japan kommt Naomi Kawases „Still The Water“ (16.4., 20 Uhr), aus Frankreich Mia Hansen-Löves „Eden“ (15.4., 20 Uhr), ein Streifzug durch Pariser Clubs im Puls der Elektro-Sounds von Daft Punk und anderen.

Die Sonderreihe „Ruhr Lokal“ zeigt die Arbeitswelt im Revier: Dokus der Dortmunderin Elisabeth Wilms, dazu historische Industrie- und Werbefilme. Es gibt viel zu entdecken beim Filmfest der Frauen. 

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