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Abriss droht: Spezialfirma prüft Decken im Löwenhof

Volkshochschule

Da hat wohl der eine oder andere Bauarbeiter vor über 100 Jahren gepfuscht. Mal sind die Betondecken im Löwenhof, dem historischen Gebäude der Dortmunder Volkshochschule, ausreichend mit Eisen gesichert - und mal nicht. Eine Spezialfirma nimmt zurzeit die Decken unter die Lupe. Für die Teilnehmer der VHS-Kurse gibt es eine gute Nachricht.

DORTMUND

, 27.08.2015
Abriss droht: Spezialfirma prüft Decken im Löwenhof

Die Statik des Volkshochschul-Gebäudes Löwenhof an der Hansastraße ist unsicher.

Dr, Roderich Grimm, stellvertretender VHS-Direktor, bekommt jeden Tag neue Wasserstandsmeldungen von der Deckenfront.  Ein Teil der Decken in den fünf Etagen ist stabil, ein anderer wiederum nicht ausreichend mit stützendem Eisen gesichert. "Die Bewehrung mit Eisen ist in den Betondecken sehr unterschiedlich", berichtet der stellvertretende VHS-Leiter. Doch erst in drei Wochen, wenn ein vollständiges Gutachten vorliegt, ist klar, wie hoch die Sanierungskosten für das historische Gebäude tatsächlich werden.

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Deckenscan in der VHS Löwenhof

Im historischen Volkshochschul-Gebäude von 1912, dem Löwenhof an der Hansastraße, hätte in den vergangenen Jahren die Decke einstürzen können. Wie sich bei der Brandschutzsanierung herausstellte, fehlt in der Decke über dem Erdgeschoss das stützende Eisen im Spannbeton. Das Gebäude wir nun mit modernster Scan-Technologie untersucht.
26.08.2015
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Insgesamt sieben Tage lang nehmen die Mitarbeiter einer Kölner Spezialfirma die Decken und Träger im ganzen Gebäude unter die Lupe.© Foto: Dieter Menne
Von unten und von oben werden die Decken mit modernster Scan-Technologie und mit Kernbohrungen unter die Lupe genommen.© Foto: Dieter Menne
Ein Teil der Decken in den fünf Etagen ist stabil, in anderen ist wieder zu wenig stützendes Eisen.© Foto: Dieter Menne
Von unten und von oben werden die Decken mit modernster Scan-Technologie und mit Kernbohrungen unter die Lupe genommen.© Foto: Dieter Menne
Ein belastbares Gutachten soll in drei Wochen vorliegen.© Foto: Dieter Menne
Nach dem bisherigen Gesamteindruck sind die Deckenfachleute des Hochbauamtes optimistisch.© Foto: Dieter Menne
Dr. Roderich Grimm, der stellvertretende Leiter der Volkshochschule, muss sich nun um die Schlampereien kümmern, die 1912 bei den Bauarbeiten des VHS-Gebäudes passiert sind.© Foto: Dieter Menne
Schlagworte Dortmund

Insgesamt sieben Arbeitstage lang, noch bis Mitte nächster Woche, nehmen die vier Mitarbeiter der Spezialfirma die Decken und Träger des gesamten Gebäudes mit modernster Scan-Technologie und mit Kernbohrungen unter die Lupe. Doch nach dem bisherigen Gesamteindruck seien die Deckenfachleute des Hochbauamtes optimistisch, meint Grimm: "Sanieren kann man es auf jeden Fall. Das ist aber eine Frage des Aufwands."

Kein Kurs fällt aus

Hoch ist auch der logistische Aufwand, mit dem die 50 bis 60 betroffenen VHS-Kurse verlegt werden müssen. Sie sollen in der nächsten Woche beginnen. Die Teilnehmer werden angeschrieben und über die vorübergehend neuen Kursorte im Haus Hohe Luft/Brückstraße, im Neuen Zentrum Nord in Eving sowie im benachbarten Stahlhaus und am Gnadenort informiert. Grimm: "Deswegen fällt kein Kurs aus."

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