Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Abschied von der Magd Zerline

DORTMUND Es ist ein Stück Dortmunder Theater-Geschichte: Vor fast genau 20 Jahren hatte die Erzählung der Magd Zerline Premiere im Spielplan des Dortmunder Schauspielhauses. Am Sonntag gibt die Kammerschauspielerin Helga Uthmann im Clubraum des Harenberg-City Centers die 180. und letzte Vorstellung in ihrer Paraderolle.

von Von Oliver Volmerich

, 09.11.2007
Abschied von der Magd Zerline

Am Sonntag geben Helga Uthmann als Magd Zerline und Claus-Dieter Clausnitzer als Herr A. ihre letzte Vorstellung in der 18. Etage des Harenberg City Centers.

Sie ist – wie alle bisherigen Abende – ausverkauft. „Ein wohl für die Zukunft unerreichbarer Rekord“, glaubt der Ex-Verleger und Dortmunder Kulturförderer Bodo Harenberg, der die Magd Zerline 1995 ins private HCC holte. Dort ist die letzte zugleich die 50. Vorstellung des Dauerbrenners, der inzwischen viele treue Anhänger hat. „Es gibt viele Leute die sagen: Einmal im Jahr sehe ich die Magd Zerline,“ weiß Harenberg.

Jetzt heißt es für die treuen Anhänger, Abschied zu nehmen. „Ich denke, 20 Jahre sind genug“, begründet Helga Uthmann den Entschluss, das Textbuch von Hermann Broch endgültig ins Regal zu stellen. Das Buch, das sie 20 Jahre begleitet hat. 80 Minuten dauert der Monolog, in dem Zerline einem mehr oder minder stummen Zuhörer von Liebe, Mord, Intrigen und Erpressung berichtet. Kammerschauspieler Claus-Dieter Clausnitzer hat am häufigsten diesen stummen Partner gespielt. Und spendet seiner Kollegin das wohl größte Lob: „Helga Uthmann ist zur Magd Zerline geworden“.

Als Dank und Erinnerung gibt es am Sonntag als Geschenk eine Hör-CD mit einer Aufzeichnung der Zerline. Und für die Fans den Trost, dass Uthmann und Clausnitzer bald wieder gemeinsam auf der Bühne stehen. Am 6. Dezember feiern sie im Studio des Schauspiels Premiere als „Josef und Maria“.

Lesen Sie jetzt