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Amur-Leoparden warten auf neues Außengehege

Zoo Dortmund

DORTMUND Der Dortmunder Zoo beherbergt ein Pärchen der, vom Aussterben bedrohten, Amur-Leoparden. Die beiden könnten wesentlich zur Erhaltung ihrer Art beitragen, doch noch dürfen sie nicht.

von Von Jörg Heckenkamp

, 18.05.2010
Amur-Leoparden warten auf neues Außengehege

Herzzerreißend jault der Leopard, wartet auf seinen Partner.

Timur und Kiska wollen es. Sie sollen es eigentlich auch. Aber sie dürfen es nicht. Noch nicht. „Es“, das ist das allzu tierische Bedürfnis nach Fortpflanzung. Gerade Timur und Kiska könnten Wesentliches zur Arterhaltung ihrer Gattung beitragen. Denn von den Amur-Leoparden gibt‘s nur noch 38 frei lebende Exemplare. Weltweit, wohlgemerkt.

Zwei in Gefangenschaft lebende Exemplare beherbergt der Dortmunder Zoo. Aber die beiden dürfen nicht, was sie begehren. „Ich habe Kiska mal herzzerreißend jaulen gehört, als sie rollig war.

Das tut einem richtig weh“, sagt Tierschutz-Chefin Erika Scheffer. Grund für den verordneten Zölibat: die beengten Wohnverhältnisse im Zoo. „Die beiden sollen erst für Nachwuchs sorgen, wenn das Gehege ausgebaut ist“, erklärt Vize-Zooleiterin Ilona Schappert. Der schlimmste Fall wäre für sie, wenn eine schwangere Kiska durch den Lärm und die ungewohnten Verhältnisse beim Gehege-Ausbau ihr Junges verlieren würde.

Also müssen sich die jungen Raubkatzen weiter in Geduld üben. Um diese Zeit zu verkürzen, unterstützt der Tierschutzverein den Bau eines neuen Außengeheges für die seltenen Katzen. Er tritt als Bauherr auf und sammelt Spenden. Erika Scheffer: „Von der Stadt benötigen wir 150.000 Euro, den Rest wollen wir über Spenden finanzieren.“ Knapp 4000 € haben diverse Gönner schon bereitgestellt. Darunter ein ganz Prominenter: BVB-Profi Mohamed Zidan. Beim BVB-Kidsclub-Tag im Zoo Anfang April steuerte er spontan 1000 € bei. Damit Timur und Kiska „es“ bald dürfen.

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