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Anklage gegen zwei Dortmunder

Mai-Krawalle

DORTMUND Nach den Zwischenfällen vom 1. Mai 2009, bei denen mehrere hundert Neonazis den Demonstrationszug des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und Polizeibeamte angegriffen hatten, gibt es jetzt einen konkreten Tatvorwurf gegen zwei 26 und 24 Jahre alte Dortmunder.

09.03.2010 / Lesedauer: 2 min

Der Verdacht ergab sich nach der Auswertung des Videomaterials durch die Ermittlungskommission des polizeilichen Staatsschutzes. Gegen beide ist öffentliche Klage wegen Landfriedensbruchs im Januar 2010 erhoben worden. Die Anklageschrift wurde inzwischen zugestellt. Der 26-jährige Angeschuldigte wird beschuldigt, die unangemeldete Versammlung am 1. Mai am Dortmunder Hauptbahnhof im Vorfeld organisiert und gegen 10.45 Uhr das Signal zum Aufbruch gegeben zu haben. Er soll sich dann an die Spitze der Gruppe gesetzt, deren Marschrichtung bestimmt und durch Handzeichen die Teilnehmer zu den späteren Gewalttätigkeiten aufgestachelt haben. Dem 24-Jährigen wird vorgeworfen, sich der Gruppe – versehen mit einer weithin sichtbaren Fahne – in geringem Abstand angeschlossen, durch Zeichen und Pfiffe Nachzügler eingewiesen und so den Zusammenhalt der Gruppe sichergestellt zu haben. Die Hauptverhandlung soll vor dem Schöffengericht in Dortmund stattfinden. Ein Termin steht allerdings noch nicht fest. 

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