Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Auf gute Nachbarschaft

25.11.2007

Auf gute Nachbarschaft

<p>Gemeinsam für eine gute Sache: Planerladen und die Vertreter der Wohnungswirtschaft. Planerladen</p>

Sie sehen Ihre neue Nachbarin im Flur und wollen sie begrüßen: Die aber gibt Ihnen nicht einmal die Hand und vermeidet jeden Blickkontakt. Und schon finden Sie die "komisch" oder "unfreundlich".

Ein Missverständnis, von denen es viele gibt wenn Nachbarn unterschiedlicher ethnischer Herkunft sind. Die neue Nachbarin hat aus religiösen Gründen so gehandelt. Nicht selten resultieren daraus dann Nachbarschaftsstreitereien. Gegen die hat der Planerladen - in der Nordstadt zuhause - gemeinsam mit den hiesigen Wohnungsgesellschaften vor einem Jahr mobil gemacht. Und zwar mit großem Erfolg, da sind sich alle Beteiligten einig. Deshalb setzten sie gestern ihre Unterschriften unter einen Vertrag, der die Zusammenarbeit um ein Jahr verlängert.

"Brücken bauen zwischen den Welten" heißt das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderte Projekt. Und so werden seit einem Jahr zum Beispiel Hausmeister geschult, um ethnischen Konflikten vorzubeugen und Ehrenamtliche zu "interkulturellen Konfliktlotsen" ausgebildet.

Dabei haben nicht alle Konflikte etwas mit der Herkunft der Mieter zu tun: Wenn es zu schlichten gilt, dann geht es hier ebenso wie in einem rein deutschen Mietshaus um die Reinigung des Flurs oder ums lärmende Fußballspiel der Kinder im Innenhof. Auch darauf werden die Ehrenamtlichen vorbereitet. Wenn einmal der Gesprächsfaden geknüpft ist, dann stehe am Ende fast immer der Erfolg, sagt Tülin Kabis-Staubach, Vorstandsmitglied des Planerladens.

blf

Lesen Sie jetzt