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Ausbau der Faßstraße soll Mitte 2019 starten

Hörder Hauptverkehrsader

Die Faßstraße dürfte auch 2019 eines der Lieblingsstreitthemen in Hörde bleiben. Im zweiten Halbjahr soll der Umbau weitergehen. Es gibt weiterhin offene Fragen.

Hörde

, 04.01.2019
Ausbau der Faßstraße soll Mitte 2019 starten

Fahrradfreundlicher und ruhiger soll es auf der Faßstraße in Zukunft zugehen. Daran, dass das gelingt, gibt es aber angesichts der hohen Verkehrsdichte auch manche Zweifel. © Felix Guth

Seit der Reduzierung auf eine Fahrspur und dem offiziell als erfolgreich bewerteten Verkehrsversuch 2016 ist die Straße ein Streitpunkt. Es gibt das klare Ziel eines fußgänger- und radfahrerfreundlichen Umbaus, um die Verbindung zwischen Phoenix See und Hörder Zentrum zu verbessern. Aber nach wie vor ist auch die Gewöhnung an die neue Verkehrssituation noch nicht abgeschlossen. Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wie ist der Zeitplan für den Umbau?

Laut Stadtsprecherin Katrin Pinetzki soll im ersten Halbjahr 2019 „die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistung erfolgen“. Der Umbau könne dann im zweiten Halbjahr starten, wenn alles planmäßig läuft. Der Umbau könne auch starten, wenn das Bebauungsplanverfahren noch nicht abgeschlossen ist. „Im Planverfahren wird unter anderem die Fußwegeverbindung zwischen Alfred-Trappen-Straße und Nagelschmiedegasse sowie die Umgestaltung am Stadteingang planerisch vorbereitet“, sagt Katrin Pinetzki.

Wie soll die neue Faßstraße aussehen?

Die Faßstraße soll zwischen Am Stift und der Einmündung in Höhe Alfred-Trappen-Straße so verändert werden, wie es bereits auf einem Teilstück ab der ehemaligen Stiftsbrauerei der Fall ist. Aus den bisher vier Fahrstreifen soll eine überbreite Fahrbahn mit einem Radfahrstreifen werden. Die gesamte Faßstraße soll zur Tempo-30-Zone werden. Es soll breitere Gehwege, neue Baumpflanzungen, Parkplätze, einen begrünten Mittelstreifen und neue Fußgängerüberwege geben.

Zuletzt wurde bekannt, dass der Umbau deutlich teurer wird als geplant. Was sind die Gründe dafür?

Der Umbau der Faßstraße kostet 7,2 Millionen Euro statt der bisher geplanten 4,2 Millionen Euro. Das Stadtplanungsamt gibt mehrere Gründe für die höheren Kosten an. Neben einigen Details wie Treppenanlagen, unterirdischen Schachtbauwerken, archäologischer Begleitung und Lärmschutz sei vor allem die allgemeine Kostensteigerung im Baugewerbe für die Preisexplosion verantwortlich.

Was sagt die Politik zu dem Thema?

Der offizielle Beschluss für den Umbau der Faßstraße fiel in der letzten Ratssitzung 2018 am 13. Dezember. Im Rat und auch zuvor im Umweltausschuss gab eine Mehrheit aus Stimmen von SPD und Grünen den Ausschlag. Gegen die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes stimmten CDU, FDP/Bürgerliste, Linke/Piraten, AfD und NDP/Rechte.

Kritik an der Entscheidung kam im Nachgang von der Fraktion Die Linke/Piraten. Linke-Bezirksvertreter Hans-Otto Wolf kritisierte, die grüne Ratsfraktion habe ihre eigenen Parteikollegen in Hörde „im Stich gelassen“. Wolf: „Mit Ausnahme der SPD waren sich in der Bezirksvertretung alle einig: Dieser Verkehrversuch ist gescheitert. In der jetzigen Form stellt er sogar eine Gefahr für die Radfahrer dar, denen die Änderung im Straßenabschnitt eigentlich zu Gute kommen sollte.“ Tatsächlich hatten die drei grünen Bezirksvertreter gegen die Ratsvorlage gestimmt. Im Umweltausschuss und Rat stimmte die Fraktion für den Umbau.

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