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Back Pro übernimmt Bäckerei Feldkamp

Nach Insolvenz

Zu einem großen Teil wird die insolvente Bäckereikette Feldkamp (Willi hat's) übernommen: Elf der 14 Filialen gehen an die Firma Back Pro aus Bergkamen. Alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

DORTMUND

von Von Tobias Großekemper

, 08.04.2013
Back Pro übernimmt Bäckerei Feldkamp

Die Feldkamp-Filialen werden von einem Investor übernommen.

Wie Insolvenzverwalter Dr. Sebastian Henneke mitteilt, übernimmt die Firma Back Pro elf der 14 Feldkamp-Filialen. Back Pro hatte schon zuvor die Bäckereikette Westermann übernommen. Vor der Übernahme hat es laut Hennecke einen Bieterkampf um Feldkamp gegeben. Die drei verbliebenen Filialen bleinen vorerst weiter beim Insolvenzverwalter. Für die Arbeitnehmer gebe es aber Hoffnung, da potenzielle Nachmieter der Filialen ebenfalls aus der Branche stammten.

Laut Kai-Ulrich Hasskerl, Mitarbeiter des Insolvenzverwalters Dr. Sebastian Hennecke, sei die Übernahme der Feldkamp-Filialen Ende der letzten Woche besiegelt worden. Die nötigen Unterschriften seien bereits geleistet, wer den größten Teil der insolventen Bäckerei-Kette übernimmt, wollte Hasskerl nicht sagen. Zunächst müssten die Mitarbeiter informiert und die Übernahme möglichst reibungslos eingeleitet werden. Die verbliebenen Mitarbeiter müssen dem Betriebsübergang noch zustimmen, ihre Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Um die Bäckerei-Kette von Frank Feldkamp, die schon seit dem Sommer 2012 in finanziellen Schwierigkeiten steckte, sei zu letzt ein Bieterwettbewerb entbrannt. „Es ist relativ spannend gewesen“, so Hasskerl. Zwei von fünf Interessenten blieben bis zum Schluss dabei, der fünfköpfige Gläubigerausschuss habe sich dann Ende der vergangenen Woche einstimmig für das höchste Gebot entschieden.Der Firmenname der Kette hatte also immer noch einen gewissen Wert – dass das Unternehmen in die Insolvenz geraten war, hatte laut Hasskerl verschiedene Gründe. Einer sei gewesen, dass die Kette aufgrund von sehr kurzfristig kündbaren Mietverträgen gut laufende Filialen verloren habe, nicht rechtzeitig Ersatz gefunden habe und das Personal dennoch habe bezahlen müssen. Unter anderem deshalb sei das Unternehmen in eine finanzielle Schieflage geraten, Mitarbeiter als auch Vermieter sahen teilweise monatelang kein Geld.

Am 1. April gab es noch 101 Angestellte, einen eigenen Bäckereibetrieb hatte Feldkamp nicht mehr. Die Löhne der noch verbliebenen Mitarbeiter seien durch das Insolvenzgeld aufgefangen worden, im Moment hätten die verbliebenen Filialen eher eine personelle Unterdeckung. Warum Frank Feldkamp den Betriebssitz kurz vor der Insolvenz noch von Dortmund nach Duisburg verlegte, ist auch für Hasskerl nicht erklärbar, an dem Insolvenzverfahren hätte dieser Schritt nichts verändert. Feldkamp habe laut Hasskerl die unternehmerische Verantwortung als Einzelkaufmann vollumfänglich übernommen, er gehe in die Privatinsolvenz.

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