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Betrug mit Luxus-Yachten

DORTMUND Sie hießen "White Shark", "Pretty Belinda", "Yellow Blue" und waren Luxus-Yachten. Für einen 45-jährigen Mann und eine gleichaltrige Frau waren sie aber vor allem eins: Mittel zum Kreditbetrug.

von Von Christoph Witte

, 22.11.2007
Betrug mit Luxus-Yachten

Luxus-Yachten waren für einen 45-jährigen Mann und eine Frau nur Mittel zum Kreditbetrug.

Mit fingierten Kaufverträgen machten sie seit April 2005 bei Finanzdienstleistern Geld locker, erwarben die Boote aber nie, sondern lebten von den Kreditzahlungen. Schaden: rund eine Million Euro. Seit Mittwoch muss sich das Duo vor der 43. Strafkammer des Landgerichts wegen Betrugs und Unterschlagung verantworten.

Die Schiffsbetrügereien waren das Ende einer Reihe von wirtschaftlichen Fehltritten. Seit 1992 erwarb und gründete der Hauptangeklagte diverse Spielhallen - auch in Dortmund. Doch das Geschäft lief immer schlechter.

Seinen ausschweifenden Lebensstil mit mehreren Autos wollte er trotz finanziellen Bankrotts nicht zurückschrauben. "Ausgaben und Einnahmen klafften bei Ihnen auseinander, doch sie ließen es sich weiter gut gehen", so Richter Thomas Beumer. Gemeinsam mit einem Finanzvermittler entstand so schließlich die Idee zu den unredlichen Schiffsdeals.

Die mitangeklagte Zahnarzthelferin stieß erst Jahre später dazu: Geblendet von dem vermeintlichen Reichtum ihres Bekannten, heuerte sie bei ihm als Geschäftsführerin an. Da auch sie in den Miesen steckte, war sie offenbar empfänglich für die Aussicht auf schnelles Geld. Ob sie wissentlich an den Betrügereien mitwirkte, muss der Prozess noch zeigen. Ihr Geschäftspartner ist geständig. Gegen ihn laufen noch weitere Verfahren: wegen unerlaubten Glücksspiels und bei der Steuerfahndung.

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