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Bier: Bis zu einem Euro pro Kiste mehr

DORTMUND Na dann Prost! Der Genuss von Brinkhoff's & Co. wird teurer. Bis zu einem Euro mehr für die Kiste müssen Freunde des heimischen Gerstensaftes ab März zahlen. Grund sind steigende Kosten für Energie, Glas und Rohstoffe.

von Von Achim Roggendorf

, 19.11.2007
Bier: Bis zu einem Euro pro Kiste mehr

Biertrinken wird teurer, teilt Brauereichef Thomas Schneider mit.

Damit könnte auch an der Kneipe um die Ecke eine neue Preisrunde für Bier eingeläutet werden. Brauerei-Chef Thomas Schneider bittet um Verständnis, und hofft, dass den Dortmunder der Pils-Durst dadurch nicht vergeht. Keiner wollte der Überbringer der schlechten Nachricht sein. Und so blieb die Preiserhöhung für Brinkhoff's & Co. lange Zeit eines der bestgehüteten Geheimnisse.

Mittlerweile sind alle Kunden der Dortmunder Brauereien informiert. Demnach wird Flaschenbier teurer. Bis zu einem Euro pro Kiste. Auch die DAB kämpft mit steigenden Rohstoffkosten. Glas werde zudem immer teurer. Das gelte auch für Strom. Und dann sei da noch die Mehrwertsteuer-Erhöhung.

Sinkende Erlöse gefährden Arbeitsplätze

„Solche Kostensteigerungen können nicht mehr durch Einsparungen aufgefangen werden“, überrascht Manfred Sträter von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Preiserhöhung nicht, die nicht nur für die DAB, sondern für eine ganze Reihe von Braukonzernen und großen Privatbrauereien gilt. Ein weiteres Sinken der Erlöse gefährde auch Arbeitsplätze. Ob bald auch wieder beim Faßbier an der Preisschraube gedreht wird, darauf wollte Claus Altendorf vom Hotel- und  Gaststättenverband Westfalen keine Wette abgeben. „Ich hoffe nicht.“ Zumal die Preise erst im vergangenen Jahr erhöht worden seien. Grundsätzlich bedauert Altendorf jeden Gastronom, „der heutzutage ausschließlich auf den Bierumsatz angewiesen ist.“

Schluck aus der Lohnpulle

Bei den Dortmunder Brauereien hat ohnehin der verregnete und unterkühlte Sommer die Laune regelrecht verhagelt. Nun hofft man, dass den Dortmundern der Bierdurst nicht noch mehr vergeht. NGG-Mann Sträter sieht jedenfalls noch keinen Grund zur Entwarnung für die Braustätte an der Steigerstraße, trotz „erkennbarer Fortschritte“. „Das Jahr 2007 wird sicherlich nicht als das Jahr der Biertrinker in die Geschichte eingehen.“ So erwiesen sich die Monate August und September für die Branche als Katastrophe. Doch auch wenn der Bierabsatz weiter sinken sollte, fordert die Gewerkschaft für die nächste Tarifrunde, die bald beginnt, für die Brauer und Mälzer  einen kräftigen Schluck aus der Lohnpulle.

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