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Buchautor lässt Zombies über Dortmund herfallen

Tom C. Winter

Die Zombieapokalypse ist allgegenwärtig: In Comics, auf Kinoleinwänden und in Fernsehserien schlurfen die Untoten durch die Gegend. Auch in Dortmund spielt jetzt ein Zombieroman. Wir haben uns mit dem Buchautor Tom C. Winter unterhalten - dabei hat er uns auch seine liebsten Zombiefilme verraten.

DORTMUND

, 09.01.2015
Buchautor lässt Zombies über Dortmund herfallen

Tom C. Winter im Winter auf dem Hauptfriedhof. Mit "Welt der Toten" hat der 1978 in Dortmund geborene Psychotherapeut sein erstes Buch vorgelegt. Winter hat zwei Kinder und lebt in Brackel, seine Praxis liegt im südwestlichen Ruhrgebiet.

Tom C. Winter ist Psychotherapeut, 2008 begann er, einen eigenen Zombieroman zu schreiben. „Damals“, sagt er heute, „kam mir die Idee noch originell vor.“ Der Dortmunder hat schon lange ein Faible für das Genre, er findet, Zombies sind die tragischsten Monster, die es gibt, „weil das ja Menschen sind. Zombies sind alles, was von uns übrig bleibt, wenn man uns das Menschliche wegnimmt.“ Sein Roman spielt in Dortmund, ohne die Stadt explizit zu nennen. Ortskundige dürften aber einige Orte wiedererkennen. Der BVB kommt übrigens nicht vor in dem Roman. Autor Winter ist kein Fußballfan. Doch dann fällt ihm eine Empfehlung von Simon Pegg ein. Pegg ist quasi ein Kollege Winters, er hat das Drehbuch zu der Zombiekomödie „Shaun of the dead“ geschrieben. Und dieser Pegg also empfiehlt, sich bei einer Zombieapokalypse in einem Fußballstadion zu verschanzen. „Es gibt befestigte Eingänge, viele Vorräte und man könnte auf dem Spielfeld Getreide anbauen.“

Womit wir bei den Zombiefilmen angekommen sind. Es folgen Winters Favoriten in dieser Sparte:

Planet Terror 

 Das Lexikon des Internationalen Films urteilt über den Film aus dem Jahr 2007: „Als Hommage an das "Trash-Kino" der 1970er-Jahre inszenierter drastischer Horrorfilm, der das Genre nicht bricht oder hinterfragt, sondern seine Klischees bedient und allenfalls durch das Typenpersonal der "Unversehrten" aus dem Rahmen fällt.“

Shaun oft the dead 

 Eine Zombie-Komödie aus dem Jahr 2004, die bereits als Klassiker gilt, wahrscheinlich, weil man sie sowohl als Unterhaltung als auch als Hommage an die klassischen Zombiefilme, allen voran „Dawn oft the dead“ sehen kann.

28 days later

 Für Tom C. Winter gehört dieser Film schon deshalb auf diese Liste, weil er bei seinem Erscheinen 2002 dem Genre einen neuen Schub gegeben habe. Das Lexikon des Internationalen Films urteilt: „Düster-deprimierender Horrorfilm, der fern jeder ironischen Brechung ein radikales Endzeitszenario entwirft. Formal konsequent inszeniert, verstärkt die stumpfe, farbmindernde und grobkörnige Ästhetik der verwendeten DV-Kamera den auch visuell beklemmenden Eindruck.“

 Night of the living dead

All denen, die sagen, Zombiefilme seien lediglich Trash, sei dieser Film empfohlen, das Werk von 1968 von George A. Romero ist einer der Klassiker und wurde in die Filmsammlung des Museums of Modern Art aufgenommen.  Inzwischen gibt es mehrere Neuverfilmungen.

 The last man on earth

 Den kennen Sie nicht? Doch, nur eben nicht in dieser Version. Die Handlung beruht auf dem Science-Fiction-Roman „I am legend“. Die hier gemeinte Version stammt aus dem Jahr 1964, sie gilt als stilistisches Vorbild für Romeros „Night oft he living dead“. Für Tom C. Winter ist diese „fast vergessene Filmperle“ damit der Wegbereiter des Genres schlechthin. 

Tom C. Winter, „Welt der Toten“,
Horrorthriller, erschienen am 18.12.2014 bei Bastei Lübbe.
Originalausgabe, 304 S., 8,99 EuroISBN 978-3-404-17094-4

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