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Chef der CDU-Ratsfraktion wechselt zur EDG

Frank Hengstenberg

DORTMUND Frank Hengstenberg (41), Chef der CDU-Ratsfraktion, wird sich nach 16 Jahren Ratsarbeit aus dem Stadtparlament zurückziehen, um neuer kaufmännischer Geschäftsführer der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) zu werden.

von Von Gaby Kolle

, 02.02.2010
Chef der CDU-Ratsfraktion wechselt zur EDG

Frank Hengstenberg (r.) und Ulrich Monegel, sein ausgeguckter Nachfolge als CDU-Fraktionsvorsitzender.

 Der Vertrag des derzeitigen Geschäftsführers Peter Niermann, auch CDU-Mann,  wird vorzeitig aufgelöst. Nach RN-Informationen könnte der Wechsel noch im Februar, sonst im März über die Bühne gehen. Mit dieser Nachricht überraschte Hengstenberg die Fraktion am Freitag bei ihrer Klausurtagung in Kaiserau. Die Arbeitnehmer der EDG seien an ihn herangetreten mit der Bitte, für den Posten zur Verfügung zu stehen. Hengstenberg betonte, es habe in seiner Personalie, über die die EDG-Gesellschafter Stadt und Stadtwerke entscheiden, keine Koppelgeschäfte mit der SPD gegeben.

Als künftiger kaufmännischer Geschäftsführer der EDG wird Hengstenberg sein Ratsmandat niederlegen – mitten im Wahlkampf für die OB-Wiederholungswahl. Hengstenberg ist bislang als Vertriebsmanager bei der Post Beamter. Nach RN-Informationen gab es bei den Stadtwerken als eine der EDG-Gesellschafterinnen, nicht die Neigung, den Vertrag mit dem bisherigen kaufmännischen Geschäftsführer Peter Niermann zu verlängern. Nun kommt hopplahopp die Vertragsauflösung, da Niermann einen anderen Job in Aussicht haben soll. Ein CDU-Mann wird gegen einen anderen ausgetauscht.

Ein Nachfolger für Hengstenberg an der Fraktionsspitze ist auch schon in Sicht. Noch am selben Freitagabend kanalisierten sich die Hoffnungen auf den Fraktionsvize Ulrich Monegel (55). Von ihm weiß man, dass er wenig erpicht auf das Amt ist, doch sich der Fraktion nicht verweigern würde. Monegel, der sich bislang vor allem durch Sachlichkeit ausgezeichnet hat, würde sicherlich einen anderen Stil im Umgang mit den übrigen Ratsfraktionen pflegen als Hengstenberg. Und er würde sich bemühen, zu delegieren und Nachwuchs in die Fraktionsspitze zu holen, um sich mittelfristig vom Chefposten wieder zurückziehen.

CDU-Parteichef Steffen Kanitz sieht in Hengstenbergs neuem Posten kein Signal für eine künftige rot-schwarze Zusammenarbeit im Rat. Kanitz, bekanntlich Freund einer Jamaika-Koalition: „Wir führen mit allen  Gespräche.“

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